Mehrkosten für energieintensive Industrien

Mit dem Wegfall der staatlichen Zuschüsse zu den Übertragungsnetzentgelten befürchten die energieintensiven Industrien Mehrkosten.

Mit dem Wegfall der staatlichen Zuschüsse zu den Übertragungsnetzentgelten befürchten die energieintensiven Industrien eine Steigerung der Ausgaben und Mehrkosten.

Die Verdopplung der Übertragungsnetzentgelte ab dem 1. Januar 2024 führt zu einer weiteren Verschärfung bei den kaum noch wettbewerbsfähigen Strompreisen – davor warnen die Energieintensiven Industrien Deutschlands (EID). „Der angekündigte Wegfall des staatlichen Zuschusses zu den Übertragungsnetzentgelten bedeutet für unsere Industrien eine jährliche Mehrbelastung von etwa 2 Milliarden Euro“, so Jörg Rothermel, Geschäftsführer der EID, die die Branchen Baustoffe, Chemie, Glas, Nichteisen-Metalle, Papier und Stahl umfassen.

„Die im Strompreispaket ursprünglich geplanten Maßnahmen hätten für unsere Branchen ohnehin vor allem den Status Quo gesichert und keine nennenswerten Entlastungen gebracht. Jetzt erleben wir verkehrte Welt: Die Stromkosten steigen entgegen allen politischen Zusagen weiter. Um im weltweiten Standortwettbewerb bestehen und die Transformation zu einer klimaneutralen Produktion bewältigen zu können, brauchen wir unverändert eine politische Lösung für international konkurrenzfähige Strompreise. Dazu gehört auch die Stabilisierung der Netzentgelte. Dieser dringenden Aufgabe muss sich die Bundesregierung weiter und mit Hochdruck stellen!“

Jörg Rothermel

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Quelle: Die Energieintensiven Industrien in Deutschland

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