PPWR-Software macht Recyclingfähigkeit transparent: Matthias Egger, Packaging Cockpit | interpack 2026

Wie wird aus der komplexen EU-Verpackungsverordnung praktische Software? Matthias Egger (Packaging Cockpit) zeigt auf der interpack 2026, wie Recyclingfähigkeitsanalysen und PPWR-Compliance digital funktionieren – besonders spannend: die risikobasierte PFAS-Testmethodik zum Stichtag 12. August.

PPWR-Software macht Recyclingfähigkeit transparent: Matthias Egger, Packaging Cockpit | interpack 2026

Wie wird aus der komplexen EU-Verpackungsverordnung praktische Software? Matthias Egger (Packaging Cockpit) zeigt auf der interpack 2026, wie Recyclingfähigkeitsanalysen und PPWR-Compliance digital funktionieren – besonders spannend: die risikobasierte PFAS-Testmethodik zum Stichtag 12. August.

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) stellt Unternehmen vor komplexe Dokumentationspflichten. Packaging Cockpit aus Wien zeigt auf der interpack 2026, wie sich rechtliche Anforderungen in praktische Software-Lösungen übersetzen lassen – Matthias Egger erläutert den Ansatz.

Datensammlung entlang der Wertschöpfungskette

„Das Schöne ist, dass man die Daten im Tool weitergeben kann. Man kann die Daten dort sammeln, an derjenigen Stelle, die die Daten noch am besten kennen, nämlich bei den Verpackungsherstellern“, erklärt Matthias Egger, Senior Expert bei Packaging Cockpit. Die Software ermöglicht es, Verpackungsdaten entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu exportieren und weiterzuspielen.

Das österreichische Unternehmen fokussiert sich dabei auf drei Kernbereiche: Recyclingfähigkeitsanalysen, Ökobilanzierungen und PPWR-Konformitätserklärungen. „Wenn man sich die PPWR wirklich sehr genau durchliest, mit Anhang 7, was da drin steht, was alles in der technischen Dokumentation hineingehört, also sprich Manufacturing Drawings, das sind Dinge, mit denen kann man sich jetzt schon beschäftigen“, so Egger.

Risikobasierte PFAS-Testmethodik

Für den kritischen Artikel 5 der PPWR hat Packaging Cockpit eine besondere Lösung entwickelt. „Wir haben dazu eine risikobasierte Methodik erschaffen, dass wir sagen, mit den Materialien, die du im Packaging Cockpit eingibst, kannst du dir das Risiko berechnen lassen, wie hoch ist denn das Risiko, dass tatsächlich PFAS drinnen ist“, erklärt Egger.

Dies ermöglicht gezieltes Testen statt kostspieliger Vollanalysen. Gerade für mittelständische Verpackungshersteller, die nicht jede Charge laborieren lassen können, ist das ein entscheidender Hebel – die Methodik bringt Klarheit, wo bislang nur Unsicherheit und Aufwand standen.

Vom Startup zur PPWR-Infrastruktur

Über die reine Software hinaus hat das Unternehmen die „Initiative Digitale Verpackungstransformation“ gegründet, um gemeinsam mit dem Handel Standards zu definieren. Ziel ist es, dass Daten einmal eingegeben und dann entlang der Lieferkette multipliziert werden können – ein Ansatz, der den enormen Mehrfachaufwand bei der PPWR-Datenerhebung deutlich reduzieren kann.

Seit sechs Jahren am Markt, positioniert sich Packaging Cockpit als Schnittstelle zwischen rechtlichen Anforderungen und praktischer Umsetzung. Mit dem nahenden Stichtag am 12. August wird die Software-Lösung für viele Unternehmen zur kritischen Infrastruktur für PPWR-Compliance.