
Auf der LogiMAT 2024 ist die Wandelbarkeit und Flexibilität von Systemen und Lösungen ein zentrales Thema. In unterschiedlichen Expert Foren befassen sich Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft mit dem Thema und beleuchten die Perspektiven auf Wandelbarkeit in der Intralogistik.
Als grundlegende Attribute für zukunftsfähige Lösungen gelten leicht umstrukturierbare Komponenten für eine modulare Konzeption des Gesamtsystems und eine Anlagentechnik nach dem Baukastenprinzip. Die Kopplung von Modulen zu einem exakt zugeschnittenen Gesamtsystem verspricht hohe Flexibilität bezüglich Erweiterungen und Änderungen. Das wird in der Intralogistik als Wandelbarkeit bezeichnet.
Das Spektrum der entsprechenden Instrumente, das unterstreichen die Themen der Expert Foren auf der LogiMAT, reicht von modular konzipierten Warehouse Management Systemen (WMS) und Logistik Suiten über Anlagen- und Materialflusssteuerung bis hin zum prozessoptimierten Zusammenspiel von Fördertechnik und Flotten der Transportgeräte. Als klassische Beispiel in der Lagertechnik gilt etwa die konsequent modulare Konzeption der AutoStore-Technologie mit der Skalierbarkeit aller Anlagenkomponenten. Das wird auf der Messe von verschiedenen Ausstellern und dem Systementwickler selbst präsentiert.
Hardware und Fluide Produktion
Prof. Dr.-Ing. Robert Schulz, Leiter des Instituts für Fördertechnik und Logistik (IFT), Universität Stuttgart, stellt im Expert Forum „Logistik für die Fluide Produktion“ Logistik- und Sicherheitskonzepte sowie Hardware- und Softwarekomponenten als logistische Aspekte einer Fluiden Produktion vor.
Neben den Hardware-Komponenten unterstützt die Software mit Einbindung von Künstlicher Intelligenz für Analysen und Prognosen die Flexibilität und Wandelbarkeit von Materialflussdesign und Prozessen. Vor dem Hintergrund ausufernder Volatilitäten, Absatzschwächen und Personalmangel beispielsweise konstatiert Prof. Dr.-Ing. habil. Thorsten Schmidt, VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL) und Inhaber der Professur für Technische Logistik an der TU Dresden, dass die Erfolgsbranche eCommerce zunehmend in anspruchsvollem Fahrwasser manövriert. Er erörtert mit Praktikern die aktuellen Herausforderungen und Lösungswege für die Branche.
Schneller Test für mehr Flexibilität
Kurz und knapp analysieren, um zielgerichtet Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten und die Flexibilität zu steigern – das ist auch die Kernidee des Quick Check Auftragsmanagements. Als Instrument der Wandelbarkeit verknüpft ein solcher Quick Check bestehende mit neu entwickelten Methoden und führt im Schwerpunkt qualitative Analysen durch. In dem Expert Forum „Quick Check Auftragsmanagement“ stellt Dipl.-Ing. Michael Lickefett, Abteilungsleiter Abteilung Fabrikplanung und Produktionsmanagement, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), den Analyseansatz vor und erörtert die Funktionalität.
Dr.-Ing. Günter Ullrich, Geschäftsführender Gesellschafter Forum-FTS GmbH, Leiter VDI Fachausschuss FTS, betrachtet „Die Zukunft der mobilen Roboter aus Sicht der Sensorhersteller“. Ausgehend vom Einsatz und den Anforderungen für den Robotereinsatz in Werkshallen und Lagern produzierender Unternehmen und mit Blick auf Einsätze in öffentlich zugänglichen Bereichen befasst sich der Expertenkreis auf dem Podium insbesondere mit den Herausforderungen an die sicherheitstechnische Auslegung der Roboter und die Sensorik.
„Aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchten die Expert Foren im Rahmenprogramm der LogiMAT 2024 die Grundlagen und Perspektiven für Wandelbarkeit und Investitionssicherheit in der Intralogistik. Das bietet den Fachbesuchern bei anstehenden Investitionen probate Grundlagen zur Beurteilung und Entscheidung für eine flexible, zukunftssichere Systemlösung – und unterstreicht den Mehrwert der LogiMAT als maßgebliche Informationsplattform für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement.“
Michael Ruchty, Messeleiter EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH München
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