eGreen International stellt auf der Packaging Innovations & Empack 2026 erstmals in Großbritannien den biobasierten Einwegbecher VeriGreen Plus vor. Die Lösung kombiniert Recyclingfähigkeit mit einem zeitverzögerten Abbau, falls der Becher nicht im Recyclingsystem erfasst wird.
VeriGreen Plus wurde gezielt für Anwendungen mit hohen Stückzahlen entwickelt und feiert auf der Packaging Innovations & Empack 2026 seine Premiere auf dem britischen Markt. Entwickelt wurde das Produkt in Zusammenarbeit mit Polymateria, einem in London ansässigen Unternehmen für Polymerwissenschaften. Ziel der Kooperation war es, eine recyclingfähige Verpackungslösung zu schaffen, die im Fall einer Fehlentsorgung kontrolliert in die Umwelt zurückgeführt werden kann.
Grundlage des Bechers ist ein Polymer, das aus recyceltem Speiseöl hergestellt wird. Während der regulären Nutzungs- und Recyclingphase verhält sich das Material wie herkömmlicher Kunststoff. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen ist der Becher vollständig recyclingfähig. Wird er jedoch nicht gesammelt oder recycelt, setzt ein zeitverzögerter Bioabbau ein.
Bioabbau ohne toxische Rückstände
Kern der Technologie ist eine sogenannte Selbstabbau-Funktion. Bleibt der Becher über längere Zeit Umweltfaktoren wie Luft, Wärme, Sonnenlicht und Feuchtigkeit ausgesetzt, beginnt das Material sich zu verändern. Dabei zerfällt der Kunststoff in eine wachsartige Substanz, die anschließend vollständig biologisch abgebaut wird. Nach Angaben von Polymateria entstehen dabei weder Mikroplastik noch toxische Rückstände.
Ein besonderes Merkmal ist die sogenannte Dormanzphase des Materials. Diese beträgt laut Hersteller rund drei Jahre. Innerhalb dieses Zeitraums bleiben Festigkeit, Optik und Gebrauchseigenschaften unverändert, sodass der Becher für Lagerung, Transport und Nutzung keine Einschränkungen aufweist. Erst bei Kontakt mit Umweltbedingungen außerhalb des vorgesehenen Nutzungsszenarios wird der Abbauprozess ausgelöst.
Selbstabbau nur als Sicherheitslösung
Ergänzend ist der Becher mit einem QR-Code versehen, über den Verbraucher Informationen zur richtigen Entsorgung abrufen können. Damit soll das Produkt nicht nur technisch, sondern auch kommunikativ zur Sensibilisierung für Recycling und Abfallvermeidung beitragen.
Einsatzmöglichkeiten sieht eGreen insbesondere in Bereichen mit hohem Verbrauch und begrenzten Sammelquoten, etwa in der Gastronomie, bei Catering-Dienstleistungen oder auf Großveranstaltungen. Die Recyclingfähigkeit bleibt dabei nach Angaben des Unternehmens der bevorzugte Entsorgungsweg, während die Selbstabbau-Funktion als zusätzliche Sicherheitslösung gedacht ist.