Beim 21. Deutschen Verpackungskongress in Berlin sprach David Puls, Global Product Manager bei Jowat, über die aktuellen Herausforderungen in der Klebstoffindustrie. Der Detmolder Klebstoffhersteller ist erstmals als neues DVI-Mitglied auf einer Präsenzveranstaltung des Deutschen Verpackungsinstituts vertreten.
Im Mittelpunkt des Interviews standen die Auswirkungen der PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) auf die Branche. Puls betonte, dass diese Regularien die gesamte Veranstaltung überstrahlen und neue Anforderungen an technische Lösungen stellen. Für Jowat bedeutet dies, nicht nur reine Klebstoffe anzubieten, sondern umfassende technische Lösungen für die Verpackungsindustrie zu entwickeln.
Besondere Aufmerksamkeit widmete Puls der Position des Klebstoffs im Verpackungsprozess: „Wenn man so in der Verpackungsindustrie unterwegs ist oder Verpackungsprozesse beim Nahrungsmittelhersteller, dann ist die Priorisierung, was den Klebstoff angeht, ist ja irgendwo ganz am Ende der Linie.“ Trotz dieser nachgeordneten Wahrnehmung sei die Funktionalität entscheidend – der Klebstoff müsse sicher und fest halten.
Jowat setzt auf engen Kundenaustausch, um spezifische Anforderungen zu verstehen und Recycling-kompatible Lösungen zu entwickeln. Dabei stehen sowohl technische Eignung für den Prozess als auch kommerzielle Attraktivität im Fokus. Puls zeigte sich besonders interessiert an der praktischen Umsetzung der neuen Regularien und wie Unternehmen der Verpackungsindustrie konkrete Lösungen für Industrie und Endkonsumenten entwickeln.

