Valmet prüft Stellenabbau in Europa

Im Mittelpunkt steht die mögliche Schließung des Produktionsstandorts im schwedischen Sundsvall.
Bild: Valmet

Valmet plant umfassende Änderungen seiner Produktionsstruktur in Schweden und Polen. Wie das finnische Unternehmen mitteilte, sollen im Zuge einer Neuausrichtung des Global-Supply-Bereichs Standorte angepasst und möglicherweise geschlossen werden, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Valmet hat Verhandlungen über geplante Veränderungen in seiner globalen Fertigungsstruktur aufgenommen. Im Mittelpunkt steht die mögliche Schließung des Produktionsstandorts im schwedischen Sundsvall. Gleichzeitig werden Anpassungen in den Werken in Göteborg sowie im polnischen Jelenia Góra geprüft.

Anpassungen an unsichere Marktentwicklung

Mit den Maßnahmen reagiert das Unternehmen auf eine weiterhin volatile Weltwirtschaft und die daraus resultierende Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen der Kunden. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit des Segments Biomaterial Solutions and Services zu stärken und die Effizienz des globalen Produktionsnetzwerks zu erhöhen.

Von den geplanten Veränderungen könnten nach Unternehmensangaben bis zu 170 Stellen in Sundsvall, 55 in Göteborg und 130 in Jelenia Góra betroffen sein. Die Maßnahmen sind Teil der Unternehmensstrategie „Lead the Way“, mit der Valmet seine Marktposition langfristig sichern will.

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Fokus auf Kosteneffizienz und Produktionsoptimierung

Der Global-Supply-Bereich spielt eine zentrale Rolle in der Optimierung von Beschaffung, Logistik und Produktion. Bis 2030 strebt Valmet Einsparungen von insgesamt 100 Millionen Euro an. Die nun angekündigten Schritte in Schweden und Polen gelten als wesentliche Maßnahmen zur Anpassung der Produktionsstruktur.

Das Unternehmen schätzt, dass die geplanten Veränderungen jährliche Kosteneinsparungen von rund 20 Millionen Euro ermöglichen könnten. Die volle Wirkung dieser Einsparungen wird laut Valmet bis Anfang 2027 erwartet.

Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern starten

Die geplanten Maßnahmen werden nun in beiden Ländern mit Arbeitnehmervertretern entsprechend den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben verhandelt. Valmet betont, den Prozess eng mit den Beschäftigten zu begleiten und Unterstützung während der Veränderungen anzubieten.

Parallel dazu will das Unternehmen sicherstellen, dass Lieferfähigkeit und laufende Projekte für Kunden nicht beeinträchtigt werden.

Quelle: Valmet