Die Nachfrage nach recyceltem Plastik in Europa steigt, und mit der PPWR wird ab 2030 ein Mindestanteil an recyceltem Inhalt gesetzlich vorgeschrieben. Svensk Plaståtervinning (Swedish Plastic Recycling) recycelt in seiner Anlage Site Zero in Motala, Schweden, bereits 86 Prozent der sortierten Kunststoffverpackungen nach dem höchsten Qualitätsstandard der EU.
Das Material wird zu Produkten recycelt, die die gleiche oder eine gleichwertige Qualität wie das Original aufweisen – und ersetzt so direkt fossile Rohstoffe. Gemäß der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) wird dies als hochwertiges Recycling definiert.
Da Europa den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft beschleunigt, ist der Zugang zu hochwertigen recycelten Kunststoffrohstoffen innerhalb der EU zu einer strategischen Frage für die Industrie geworden – und ab 2030 zu einer gesetzlichen Verpflichtung. Der Ausbau der Recyclingkapazitäten innerhalb der EU geht über die Einhaltung von Vorschriften hinaus. Er reduziert die Abhängigkeit Europas von fossilen Rohstoffen, stärkt die Versorgungssicherheit und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber volatilen Rohstoffpreisen. Eine lückenlose Rückverfolgbarkeit und Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind entscheidend, um sicherzustellen, dass recycelte Materialien tatsächlich das sind, was sie vorgeben zu sein.

Ergebnisse und Perspektiven
Svensk Plaståtervinning arbeitet seit mehreren Jahren eng mit seinen Recyclingkunden zusammen und legt Anforderungen fest, wie sortierte Fraktionen verarbeitet werden und was aus ihnen wird. Das Unternehmen hat nun erstmals eine umfassende Kartierung der Endverwendungszwecke für jede Fraktion abgeschlossen – ermöglicht durch das bereits vorhandene Rückverfolgbarkeitssystem und die Verifizierungsprozesse. Das Modell wird von einer unabhängigen dritten Stelle geprüft und wurde von Eurostat als Modell für die EU anerkannt.
„Bei der Rückverfolgbarkeit geht es nicht nur um Kontrolle – es geht um Glaubwürdigkeit und Qualität. Eine Recyclingquote von 86 Prozent ist ein hervorragendes Ergebnis und spiegelt den jahrelangen Aufbau eines Sortierverfahrens von Weltklasse sowie die enge Zusammenarbeit mit unseren Recyclingpartnern im Rahmen einer gemeinsamen Kreislaufwirtschaftsvision wider.“
Mattias Philipsson, CEO von Svensk Plaståtervinning.
Von den 86 Prozent des hochqualitativ recycelten Kunststoffs wurden sieben Prozent zu neuen Verpackungen verarbeitet, die für den Lebensmittelkontakt zugelassen sind. Dies wurde durch die RecyClass-Zertifizierung für PET-Flaschen, PET-Schalen und Polystyrolverpackungen ermöglicht. 18 Prozent wurden zu anderen Kunststoffverpackungen und 61 Prozent zu hochwertigen Kunststoffprodukten wie Gepäckstücken, Reinigungsgeräten und größeren Behältern verarbeitet. Die restlichen 14 Prozent des Kunststoffs wurden in Produkte niedrigerer Qualität wie Paletten und Baumaterialien recycelt.
Zukunftssicherheit in der Recyclingbranche

Mit einer jährlichen Kapazität von 200.000 Tonnen sortiert Site Zero Kunststoffverpackungen in Monofraktionen, was eine Voraussetzung dafür ist, dass Materialien wieder in gleichwertiger Qualität recycelt werden können. Mattias Philipsson: „Wir gehören zu den wenigen Akteuren in Europa, die bereits heute recycelte Kunststoffrohstoffe in der Menge und Qualität liefern können, die ab 2030 benötigt werden. Die Sortierung und das Recycling innerhalb der EU zu belassen, ist nicht nur eine Frage des Klimaschutzes – es geht auch darum, strategische Versorgungssicherheit zu schaffen, die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu verringern und sicherzustellen, dass recyceltes Material auch wirklich das ist, was es zu sein vorgibt.“
Quelle: Svensk Plaståtervinning






