Im Rahmen eines Projekts haben Forschende die Grundlage für biobasierte Beschichtungen für Papier und Pappe mit selbstheilenden Eigenschaften geschaffen. Das beschichtete Papier ist zudem recyclingfähig. Gefördert wird das Projekt IPHeilung vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. Am Projelt beteiligt war die Friedrich-Schiller-Universität Jena und Actega, ein Hersteller von Speziallacken, Druckfarben und Klebstoffen für die Druck- und Verpackungsindustrie. Die von der Jenaer Universität entwickelten Polymere zeichnen sich durch gute Eigenschaften für den Einsatz in Verpackungen aus, insbesondere für Lebensmittelverpackungen. Sollte es gelingen, die Langzeitstabilität der so genannten Polyitakonate weiter zu verbessern, gehen die Projektbeteiligten davon aus, dass entsprechende Lösungen in vier bis fünf Jahren marktreif sein könnten. Dank des optimierten Herstellungsverfahrens sind Polyitakonate nun auch für weitere Anwendungsfelder interessant, in denen derzeit petrochemische Rohstoffe wie Styrol-Acrylate und Acrylate verwendet werden. Die Forschenden optimierten zunächst ein Verfahren zur Herstellung einer wässrigen Polymerdispersion aus zwei kommerziell verfügbaren Monomeren der Itakonsäure (Itakonsäureester) als Grundlage der Beschichtungen. Die genutzten Monomere sind auch bereits REACH-registriert. Hohe Umsätze und ein fast vollständiger Monomerumsatz von 99 Prozent zeichneten die Polymerisation aus. Die Hochskalierung gelang sowohl an der Uni Jena als auch im industriellen Umfeld bis in den Kilogramm-Maßstab. Itakonsäure ist eine kommerziell verfügbare, organische Säure, die man fermentativ aus Kohlenhydraten, z. B. aus Maisstärke oder Zuckerrübenmelasse, herstellt.
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