Zur Halbzeit der deutschen Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union regt die Arbeitsgemeinschaft Verpackung + Umwelt e. V. (AGVU) deutlich verstärkte politische Initiativen im Bereich Umwelt und Recycling an. Unter anderem vermisst die AGVU eine Debatte zur sogenannten „EU-Plastiksteuer“. Diese von den EU-Mitgliedstaaten zu leistende Abgabe auf nicht recycelte Plastikabfälle wurde im Juli 2020
beschlossen. Es gebe aber keinen vereinbarten europaweit einheitlichen Mechanismus, der zur Auslösung von Investitionen in der Lage sei.
„Ziel muss es sein, das Kunststoffrecycling in Europa zu maximieren. Europa braucht einheitliche Rahmenbedingungen für recyclingfähigere Produkte, für bessere Aufbereitungstechnik und für den Einsatz von Recyclingmaterial. Ein Flickenteppich einzelstaatlicher Regulierungen, der sich mit der sogenannten EU-Plastiksteuer noch verstärken wird, ist nicht hilfreich.“ Dr. Carl Dominik Klepper, AGVU-VorsitzendeAuch Dr. Martin Engelmann, Hauptgeschäftsführer der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. befürwortet in einem packaging journal Interview, dass die Vorgaben europaweit einheitlich umgesetzt werden sollten.
