Battpack: Nie wieder Batterienchaos

Leonie Theurer hat eine ebenso einfache wie innovative Lösung entwickelt, die es erlaubt, entleerte und volle AA-Batterien in einer einzigen Verpackung getrennt voneinander aufzubewahren. Dafür gab es einen Deutschen Verpackungspreis in der Kategorie Nachwuchs und einen der begehrten Gold Awards.

Leere und volle Batterien geraten im Haushalt gerne durcheinander und sorgen für Chaos in der Schublade. Eine Studentin der HTWK Leipzig hat jetzt eine ebenso einfache wie innovative Lösung entwickelt, die es erlaubt, entleerte und volle AA-Batterien in einer einzigen Verpackung getrennt voneinander aufzubewahren. Dafür wurde sie mit dem Deutschen Verpackungspreis in der Kategorie Nachwuchs ausgezeichnet und erhielt sogar einen der begehrten Gold Awards.

Leonie Theurer kommt aus dem schleswig-holsteinischen Plön und studiert Verpackungstechnologie und Nachhaltigkeit an der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK). Die Idee zu Battpack entstand in ihrem fünften Fachsemester im Modul Verpackungsentwicklung. Die Aufgabenstellung: eine neue Verpackung für ein Produkt zu entwickeln oder eine bestehende zu optimieren.

„Ich habe mich dann entschieden, eine Verpackung für Batterien weiterzuentwickeln. Das Problem kennt wohl jeder: Zu Hause liegen volle und entleerte Batterien in einer Schublade, und man weiß nicht mehr, welche noch verwendet werden können. So bin ich auf die Idee gekommen, eine Faltschachtel mit einer mobilen Trennwand auszustatten. Damit kann man die Batterien trennen, hat aber trotzdem nur eine Schachtel.“

Leonie Theurer

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Da der Studentin außerdem die einfache Entsorgung wichtig war, verwendet sie leicht zu recycelnden Karton. „Ich habe rund drei Monate an meinem Projekt gearbeitet und dabei Marktanalysen betrieben, die geeignete Kartonsorte ausgewählt und die Position für Rillung und Perforation bestimmt. Am Ende wurde der Bogen dann bedruckt und zugeschnitten, geklebt und aufgerichtet.“ Eine aufgedruckte Scala sorgt schließlich noch für Übersicht im Batterienfach. „Faltschachteln für Batterien gibt es ja bereits, aber ohne die Zusatzfunktion. Mithilfe des Trennstreifens und der aufgedruckten Scala weiß man nun immer genau, welche und wie viele Batterien noch voll bzw. schon leer sind.“

Kim Cheng, Geschäftsführerin des DVI (links) und die Gewinnerin Leonie Theurer (rechts) bei der Preisverleihung.
Kim Cheng, Geschäftsführerin des DVI (links) und die Gewinnerin Leonie Theurer (rechts) bei der Preisverleihung. (Bild: André Wagenzik)

Problemlösung auf smarte Art

Nach Abschluss des Projekts ging Leonie Theurer für ein Erasmus-Auslandssemester nach Athen. „Meine Dozentin, Paula Balzereit, hat mich dann sehr ermutigt, mich für den Deutschen Verpackungspreis zu bewerben und sogar den Prototypen des Battpack eingereicht, da ich zu der Zeit in Griechenland war. Sie hat mich super unterstützt. Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, zu den Gewinnern zu gehören, zumal mein Konzept ja sehr einfach war und ich mit dem Battpack nichts Neues erfunden habe. Umso mehr freue ich mich über die Auszeichnung.“ Die Jury war begeistert und sagte: „Dieses studentische Konzept ist einfach, kostengünstig und optimal in bestehende Prozesse integrierbar. Es löst das Problem der Aufbewahrung und der Entsorgung von leeren Batterien auf eine smarte Weise und hat deshalb einen Goldpreis von uns verdient.“

Aktuell ist die angehende Verpackungstechnologin im 7. Semester. Noch stehen ein Praktikum und anschließend die Bachelorarbeit an. Dann soll es mit dem Masterstudium weitergehen, denn: „Ich möchte später auf jeden Fall als Verpackungstechnologin arbeiten.“

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In der Faltschachtel Battpack mit der mobilen Trennwand geraten volle und entleerte Batterien nicht mehr durcheinander.

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