Das EU-geförderte Projekt BioSupPack, koordiniert von Aimplas, hat in Zusammenarbeit mit 18 Partnern Innovationen entwickelt und validiert, die es ermöglichen, Brauereiabfälle in hochwertige Verpackungsmaterialien zu transformieren und deren Recycling durch fortschrittliche Recyclingtechnologien zu erleichtern.
Das von der EU finanzierte Projekt BioSupPack hat erfolgreich gezeigt, dass Brauereiabfälle in hochleistungsfähige Biokunststoffe für nachhaltige Verpackungen umgewandelt werden können. Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat das Konsortium aus 18 Partnern unter der Koordination von Aimplas, dem Zentrum für Kunststofftechnologie mit Sitz in Valencia, Spanien, innovative Materialien auf Basis von Polyhydroxyalkanoaten (PHA und PHB) sowie Produktionsverfahren entwickelt und validiert. Diese bieten praktikable Alternativen zu fossilen Kunststoffen und unterstützen gleichzeitig die Einhaltung der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR).
Echte Kreislaufwirtschaft schaffen
Rosa González Leyba (AIMPLAS), Projektkoordinatorin, betont: „BioSupPack hat gezeigt, dass wir eine echte Kreislaufwirtschaft schaffen können, indem wir Brauereiabfälle in wertvolle Verpackungsmaterialien umwandeln und die Verpackungsabfälle durch innovative Recyclingtechnologien wie das enzymatische Recycling wiederverwerten. Unser Konsortium hat innovative Bioraffinerieprozesse erfolgreich skaliert und biobasierte Materialien für starre Verpackungen für Lebensmittel- und Non-Food-Anwendungen entwickelt, wodurch Verpackungsprototypen entstanden sind, die den derzeitigen Marktprodukten sehr nahe kommen.“

Zu den entwickelten Lösungen gehört beispielsweise ein Bioraffinerieprozess zur PHB-Produktion aus Brauerei-Treber: BioSupPack hat einen skalierbaren Bioprozess entwickelt, der Brauerei-Treber durch eine innovative Plasma-Vorbehandlung und mikrobielle Fermentation effizient in hochreines PHB umwandelt. Diese Innovation verwandelt einen geringwertigen Abfallstrom in ein funktionales Biopolymer und schafft gleichzeitig eine industrielle Symbiose zwischen Brauereien und Biokunststoffherstellern. Der Prozess hat TRL 6 erreicht und damit seine Machbarkeit in industriell relevanten Umgebungen unter Beweis gestellt.
Das Projekt wurde vom gemeinsamen Unternehmen „Circular Bio-based Europe“ (CBE JU, ehemals BBI JU) mit 7,6 Millionen Euro im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont 2020“ der Europäischen Union finanziert.
Quelle: AIMPLAS







