IfBB startet Forschungsprojekt „Resi – Reststoffe innovativ“

„Resi - Reststoffe innovativ" heißt das neue Forschungsprojekt am IfBB an der Hochschule Hannover, in dem gemeinsam mit drei Projektpartnern die Nutzung von landwirtschaftlichen Rest- und Abfallstoffen für die Kunststoffindustrie erforscht werden soll.

Im Projekt Resi wird das IfBB mit den Projektpartnern, dem Institut für Technische Chemie (TCI) der Leibniz Universität Hannover sowie den Firmen Vogelsang und Holzmühle Westerkamp landwirtschaftliche Rest- und Abfallstoffe aus Niedersachsen als biogene Materialien erforschen. Sie sollen fossile Rohstoffe ersetzen und damit Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit fördern. Durch die Verwendung von Reststoffen statt frischer Biomasse kann zusätzlicher Flächenverbrauch für die Rohstoffproduktion vermieden werden, was das Verfahren potenziell ökologisch sinnvoller macht.

Im Mittelpunkt stehen folgende Forschungsfragen: Welche biobasierten Reststoffe und Koppelprodukte aus Niedersachsen eignen sich für die Kunststofftechnik und wie können sie innovativ als Füll- und Verstärkungsstoffe, funktionalisierende Additive oder auch als Fermentationsmedium in bislang ungenutzten Anwendungsfeldern eingesetzt werden? Welche Verfahren sind notwendig, um die Reststoffe so aufzubereiten, dass sie industriell nutzbar, lagerfähig und anwendungsorientiert verwendbar sind?

Der Fokus liegt auf einer möglichst breiten Nutzung, also dem Einsatz in diversen Materialien und Rezepturen, damit alle Komponenten von Kunststoffen oder Verbundwerkstoffen abgedeckt werden. Das Projekt gliedert sich ein in die umfangreiche Forschung des IfBB an der Hochschule Hannover zum Thema Reststoffnutzung.

„Resi - Reststoffe innovativ" wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen im Programmgebiet „Stärker entwickelte Region" (SER) und läuft bis zum 30.11.2027.

Quelle: IfBB