Imperial College London setzt auf Verpackungen von Notpla

Bild: Tartezy / Shutterstock.com
Das aus dem Hochschulumfeld hervorgegangene Unternehmen Notpla stattet ab sofort die Gastronomiebetriebe des Imperial College London mit kunststofffreien Foodservice-Verpackungen aus und unterstützt damit die universitäre Nachhaltigkeitsstrategie.

Notpla, ein auf nachhaltige Verpackungsmaterialien spezialisiertes Unternehmen, führt seine seegrasbasierten Foodservice-Verpackungen flächendeckend in den Gastronomieangeboten des Imperial College London ein. Damit kehrt das Unternehmen an den Ort zurück, an dem seine Gründungsidee entstand: im Rahmen des Masterstudiengangs Innovation Design Engineering am Imperial College London. Die Einführung ist Teil der universitären Initiative „Sustainable Imperial“, mit der die Hochschule ihre ökologischen Auswirkungen reduzieren und innovative Lösungen aus dem eigenen Umfeld fördern will.

Die Wurzeln von Notpla reichen an das Imperial College zurück, wo die Gründer Pierre Paslier und Rodrigo Garcia Gonzalez erste Konzepte für alternative Verpackungsmaterialien entwickelten. Unterstützt wurden sie dabei unter anderem durch universitäre Förderprogramme. Aus diesen Anfängen entwickelte sich Notpla zu einem international tätigen Anbieter nachhaltiger Materiallösungen.

Nachhaltigkeit als Teil der Campusstrategie

Die Zusammenarbeit mit Notpla ist in die übergeordnete Nachhaltigkeitsagenda des Imperial College eingebettet, die 2024 im Rahmen der Strategie „Science for Humanity“ formuliert und mit der Sustainable Food and Drink Policy 2026–2031 weiter konkretisiert wurde. Ziel sei es, wissenschaftsbasierte Maßnahmen gegen den Klimawandel umzusetzen und gleichzeitig neue Technologien im eigenen Betrieb anzuwenden.

Reduktion von Kunststoff und Emissionen

Mit dem Einsatz der neuen Verpackungen sollen nach Angaben der Beteiligten innerhalb eines Jahres mehr als 450.000 Einheiten herkömmlicher Einwegverpackungen ersetzt werden. Dadurch würden rund 1.185 Kilogramm Kunststoff eingespart und etwa 13.300 Kilogramm CO₂-Emissionen vermieden. Die Verpackungen bestehen aus erneuerbaren Seegrasextrakten, sind heimkompostierbar und kommen ohne Kunststoff- oder PFAS-haltige Beschichtungen aus.

Neben ökologischen Aspekten verweist Imperial auch auf gesundheitliche Fragestellungen. Hintergrund ist eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Studien zu Mikro- und Nanoplastik sowie zu Chemikalien aus konventionellen Verpackungen, die insbesondere bei heißen Speisen freigesetzt werden können, heißt es. Vor diesem Hintergrund sieht die Hochschule den Einsatz alternativer Materialien als Beitrag zum Schutz von Studierenden und Mitarbeitenden.

Vorbild für andere Hochschulen

Die Kooperation zwischen Notpla und dem Imperial College London wird von beiden Seiten als Modell für andere Hochschulen verstanden. Mit Blick auf den wachsenden Stellenwert von Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb prüfen die Partner eine Ausweitung auf weitere Standorte innerhalb der Universität. Zudem diene das Projekt nach Angaben von Imperial bereits als Referenz für ähnliche Initiativen an anderen Bildungseinrichtungen.

Quelle: Imperial College London