Papierverpackungen für besondere Anforderungen

Die Schwesterfirmen Kapag (Schweiz) und Oppboga (Schweden) unterstützen Kunden mit den erneuerbaren Changemaker-Papier- und Kartonsorten dabei, von Kunststoff auf nachwachsende Rohstoffe umzustellen.
Das neue Papier Pure Design von Kapag trägt das Gewicht von gefüllten Obst- oder Gemüsenetzen und kann im Flexo-, Thermotransfer- und Thermodirektdruck verarbeitet werden. (Bild: Shutterstock/PhotoSGH)

Die Schwesterfirmen Kapag (Schweiz) und Oppboga (Schweden) unterstützen mit den erneuerbaren Changemaker-Papier- und Kartonsorten Verarbeiter und Markeninhaber bei ihren Bemühungen, von Kunststoff auf nachwachsende Rohstoffe umzustellen und gleichzeitig die Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung zu erfüllen.

Mit Changemaker wollen die beiden Unternehmen zeigen, dass nachhaltige Rohstoffe sehr wohl Plastik ersetzen können, ohne Abstriche bei der Funktionalität zu machen. Damit das geeignete Karton- oder Papierprodukt den Bedürfnissen der ganzen Lieferkette entspricht und zeitnah entwickelt werden kann, ist eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit nötig. Nur so erhält der Kunde ein Produkt, das allen Ansprüchen gerecht wird, ebenso der EU-Verpackungsverordnung PPWR.

Ein gelungenes Beispiel sind Etiketten aus Kapags Papiersorte Pure Design, die in Netzbeuteln verpacktes Obst oder Gemüse kennzeichnen. Ein dünnes Papier ersetzt hier das herkömmliche Plastiketikett. Die Herausforderung: Das Etikett muss das gesamte Gewicht des gefüllten Netzes tragen können, da der Konsument es gerne als Griff benutzt, um den Beutel aus dem Gemüse- oder Obstfach in seinen Einkaufskorb zu heben. Die unterschiedlichen Druckverfahren entlang der Lieferkette (Flexo-, Thermotransfer- und Thermodirektdruck) wurden bei der Entwicklung ebenfalls berücksichtigt.

Pilotversuch im Bauhandel

Umfangreiche Tests wurden auch für einen multinationalen Werkzeughersteller getätigt. Dieser stellte die Verpackung für sein gesamtes Schrauben- und Mutternsortiment von Hartplastik auf Oppboga Resilient um, einen PE- und wachsfreien Karton. Die Verpackungen werden vorwiegend auf Baustellen im Freien verwendet, sind also widrigen Wetterbedingungen und starker Beanspruchung ausgesetzt – in diesem herausfordernden Umfeld bewährt sich die Lösung aus Karton bestens. Ein großer Pilotversuch vor dem neuen Marktauftritt im Bauhandel bewies, dass die Käufer bevorzugt nach der neuen Verpackung aus Karton griffen.

Anzeige

Kunststoffeinsparungen bis zu 75 Prozent konnten auch dank der Flat-Skin-Verpackung für Fisch, Fleisch und andere frische Lebensmittel erreicht werden. Hierbei ist der Karton Pure Kraft C2S von Oppboga das Trägermaterial und ersetzt die herkömmliche Kunststoffschale. Der Karton wird mit einer dünnen Polymerfolie überzogen, auf die das Lebensmittel mithilfe einer Barriereskinfolie vakuumversiegelt wird. Nach dem Öffnen der Packung kann der Konsument dank einer Lasche Karton und Folie leicht trennen und diese ordnungsgemäß entsorgen. Der Karton ist beidseitig bedruckbar und wird aufgrund seiner Steifigkeit hängend oder stehend im Kühlregal präsentiert.

Einen guten Marktauftritt bieten ebenfalls Kapags Kartonsorten FibreForm Brown Duo sowie FibreForm Silk Plus Duo. Diese werden bei der Verarbeitung von Schalen für Käsescheiben und Wurstaufschnitt eingesetzt und reduzieren den Plastikanteil um 70 bis 80 Prozent. Kunden können zwischen braunem Kraftkarton oder gestrichenem Zellstoffkarton wählen. Und der heißsiegelfähige Barrierekarton Pure White Barrier schützt  Lebensmittel vor aggressiven Fetten, Wasserdampf, Sauerstoff, MOA/MOSH und Aroma.

Kapag und Oppboga stellen ihr Changemaker-Kartonsortiment und andere Faserprodukte auf der Interpack in Düsseldorf aus (Halle 8A, Stand D53).