Kartonagenentsorgung als Teil des Materialflusses

Strautmann zeigt auf der LogiMAT 2026, wie sich der Prozess direkt in die Intralogistik integrieren lässt.
Bild: Strautmann

In vielen Logistikzentren sind Warenströme hochautomatisiert – die Entsorgung von Kartonagen dagegen oft noch manuell organisiert. Strautmann zeigt auf der LogiMAT 2026, wie sich dieser Prozess direkt in die Intralogistik integrieren lässt.

Fördertechnik, Lagerverwaltungssysteme und Automatisierung sorgen in modernen Logistikzentren für optimierte Materialflüsse. Ein Bereich bleibt jedoch häufig vergleichsweise analog: die Entsorgung von Verpackungsmaterial.

Kartonagen werden vielerorts zunächst gesammelt, in Gitterwagen oder Containern zwischengelagert und anschließend zu zentralen Presscontainern transportiert. Diese Abläufe verursachen zusätzliche Wege für Mitarbeitende oder Stapler und beanspruchen wertvolle Lagerflächen.

Verdichtung direkt im Prozess

Strautmann setzt hier auf einen anderen Ansatz: Kartonagen sollen dort verdichtet werden, wo sie im Prozess entstehen.

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Im Mittelpunkt steht eine automatische Ballenpresse, die Verpackungsreste unmittelbar in den Arbeitsablauf integriert. Nach Angaben des Unternehmens entstehen durch die Verdichtung kompakte Ballen mit höherer Materialdichte. Dadurch lassen sich Lagerflächen effizienter nutzen und Transportvolumen besser auslasten.

Weniger innerbetrieblicher Verkehr

Ein weiterer Effekt betrifft die Wege im Lager. In vielen Betrieben müssen Kartonagen zu Entsorgungscontainern im Außenbereich transportiert werden. Diese zusätzlichen Fahrten erhöhen den innerbetrieblichen Verkehr und verursachen Zeitaufwand.

Wenn Entsorgung direkt im Materialfluss stattfindet, können diese Wege reduziert werden. Das kann nicht nur Abläufe vereinfachen, sondern auch die Planung der Entsorgungsprozesse stabilisieren.

Sicherheit und Ergonomie im Blick

Auch aus Sicherheits- und Ergonomie-Perspektive spielt der Ansatz eine Rolle. Jeder zusätzliche Staplerweg erhöht potenziell das Unfallrisiko im Lager. Wird die Entsorgung automatisiert in den Prozess integriert, sinkt die Zahl solcher Transporte.

Zudem können automatisierte Befüll- und Entleerungssysteme manuelle Tätigkeiten wie das Sammeln oder Einwerfen von Kartonagen reduzieren und damit Mitarbeitende im Alltag entlasten.

Entsorgung als Teil der Intralogistik

Der grundlegende Gedanke hinter dem Konzept: Entsorgung wird nicht mehr als separater Nebenprozess organisiert. Stattdessen wird sie Bestandteil der Intralogistik und damit Teil der Materialflussplanung.

Nach Angaben von Strautmann könne dieser Perspektivwechsel dazu beitragen, Abläufe effizienter zu gestalten, Flächen besser zu nutzen und Transportemissionen zu reduzieren.

Strautmann auf der LogiMAT 2026: Halle 3, Stand A73

Quelle: Strautmann