
Eine Alternative zu Kunststoffverpackungen können bei anspruchsvollen Lebensmitteln wie Schokolade oder Backwerk in vielen Fällen inzwischen auch Kartonlösungen mit Barriere sein. Ein gutes Beispiel, wie Karton als nachhaltige Verpackungslösung selbst für Premiumlebensmittel zum Einsatz kommt, ist die neue Trüffelverpackung von Kultasuklaa.
Recyclingfähig, biologisch abbaubar und aus erneuerbaren Materialien hergestellt: Das sind die Eigenschaften, die Unternehmen und Verbraucher zunehmend von Verpackungen erwarten – auch von Lebensmittelverpackungen. Gerade Lebensmittel benötigen jedoch oft eine Fett- oder Feuchtigkeitsbarriere. Deshalb denken viele Hersteller und Verbraucher in diesem Zusammenhang zunächst an mit Kunststoff beschichtete Verpackungen.
Oft können aber auch Kartonlösungen mit Dispersions-Barrierebeschichtung und einem unterschiedlichen Grad an Fett- und Feuchtigkeitsbarriere verwendet werden. Denn diese sind recyclingfähig und können beim Papier- und Kartonrecycling verarbeitet werden: Mit über 80 Prozent weisen Verpackungen aus Papier und Karton eine sehr hohe Recyclingrate auf. Ein durchaus wichtiger Faktor, denn Verpackungen für Verbraucherprodukte machen mittlerweile mehr als die Hälfte aller weltweit hergestellten Verpackungen aus.
Neben einer hohen Recyclingrate punkten Kartonlösungen aber noch mit anderen Qualitäten: Der finnische Kartonhersteller Metsä Board setzt beispielsweise auf reine Frischfasern, die sich bis in ihren Ursprung in nachhaltig bewirtschaftete nordische Wälder zurückverfolgen lassen. Das Material ist leichtgewichtig, dennoch sehr stabil und lässt sich vielseitig für den Offset-, Flexo- und Digitaldruck einsetzen. Mit Dispersions-Barrierebeschichtung entsteht daraus die Kartonqualität Metsä Board Prime FBB EB, die für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignet ist und aufgrund ihrer Dispersionsbarriere einen mittelstarken Schutz gegen Fett und Feuchtigkeit bietet.
Unverwechselbares Verpackungsdesign
Seit mehr als 30 Jahren produziert das finnische Familienunternehmen Kultasuklaa in Lasimäki handwerklich hergestellte Schokoladenerzeugnisse und verwendet hierfür ausschließlich erstklassige Qualität und Zutaten in Premiumqualität für seine Schokoladentafeln, Konfekt und Trüffel. Mit einer neuen auffälligen sechseckigen Verpackungslösung aus Frischfaserkarton sorgt das Unternehmen nicht nur für viel Aufmerksamkeit am PoS für seine Trüffel, sondern verringert auch die Verwendung von Kunststoffen und senkt damit die Umweltbelastung seiner Produkte, ohne dass die Haltbarkeit der wertvollen Zutaten beeinträchtigt wird.
Zusätzlich legt der Schokoladenhersteller großen Wert darauf, dass die für die Verpackungen verwendeten Rohstoffe aus lokaler Produktion stammen und ethisch vertretbar hergestellt werden. Als Material für die Verpackung wählte das Unternehmen Metsä Board Prime FBB EB. Der Packstoff wird in Finnland im Werk in Kyro von Metsä Board hergestellt.
Gemeinsam ans Ziel
Neben Metsä Board waren auch zahlreiche weitere Unternehmen am Produktionsprozess beteiligt: Die Struktur der Verpackung wurde von CadPack erstellt, das Layout von DesignCompany entworfen und der Druck von Markprint ausgeführt. Die markante und funktionale Verpackungslösung ist daher nicht nur ein gutes Beispiel dafür, wie Karton für Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden kann, sondern zeigt auch, welche Ergebnisse aus einer erfolgreichen Zusammenarbeit entstehen können. Aus diesem Grund bietet Metsä Board in seinem Excellence Centre in Äänekoski sogenannte Co-Creation-Workshops an, in denen das Packaging Team des Unternehmens gemeinsam mit Kunden und Experten aus verschiedenen Branchen daran arbeitet, aktuelle Verpackungen zu verbessern oder neue Lösungen zu entwickeln.
Neben den vielfältigen Analysetools, die das Excellence Centre bietet, geben diese Workshops vor allem die Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch. Herausforderungen des Produkts und Anforderungen an seine Verpackung werden so bereits am Anfang des Planungsprozesses sichtbar, und die Partner können frühzeitig im Prozess darauf eingehen. So entsteht am Ende eine effiziente, nachhaltige und auf die Bedürfnisse des Produkts abgestimmte Verpackung, auch und besonders wenn es sich bei diesem Produkt um anspruchsvolle Süßwaren handelt.
aus dem Magazin - Weitere Meldungen


Battpack: Nie wieder Batterienchaos

Regulatorische Veränderungen und Stahl – ein Blick in die Zunkunft

Vorausschauendes Obsoleszenzmanagement

Verpackungslösungen für empfindliches Gebäck
