Zum 1. April 2026 startet Singapur ein landesweites Rücknahmesystem für Getränkebehälter aus Kunststoff und Metall. Das von der National Environment Agency (NEA) eingeführte System basiert auf dem Prinzip der erweiterten Herstellerverantwortung und soll Recyclingquoten erhöhen, Abfallmengen senken und das Bewusstsein der Verbraucher für korrektes Recycling stärken.
Singapur will mit dem sogenannten Beverage Container Return Scheme (BCRS) die Kreislaufwirtschaft im Verpackungsbereich ausbauen. Ziel ist es, mehr hochwertige Wertstoffe zu sammeln, die wieder zu neuen Produkten verarbeitet werden können, und gleichzeitig die Belastung der einzigen Deponie des Stadtstaates, der Semakau-Deponie, zu reduzieren. Grundlage des Systems ist ein Pfand von zehn Singapur-Cent auf vorverpackte Getränke in Kunststoff- und Metallbehältern mit einem Volumen von 150 Millilitern bis drei Litern.
Quelle: NEA
Singapur will mit dem sogenannten Beverage Container Return Scheme (BCRS) die Kreislaufwirtschaft im Verpackungsbereich ausbauen. Ziel ist es, mehr hochwertige Wertstoffe zu sammeln, die wieder zu neuen Produkten verarbeitet werden können, und gleichzeitig die Belastung der einzigen Deponie des Stadtstaates, der Semakau-Deponie, zu reduzieren. Grundlage des Systems ist ein Pfand von zehn Singapur-Cent auf vorverpackte Getränke in Kunststoff- und Metallbehältern mit einem Volumen von 150 Millilitern bis drei Litern.
Pfandmechanismus und Rückgabe
Der Pfandbetrag wird beim Kauf eines gekennzeichneten Getränks erhoben und bei Rückgabe des leeren Behälters vollständig erstattet. Die Rückgabe soll an ausgewiesenen Rücknahmestellen erfolgen, unter anderem an Rücknahmeautomaten. Größere Supermärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 200 Quadratmetern sind verpflichtet, entsprechende Rückgabepunkte einzurichten. Darüber hinaus prüft die NEA zusätzliche Standorte in öffentlichen Einrichtungen wie Gemeindezentren, um ein flächendeckendes und bequemes Rückgabenetz zu gewährleisten.Verantwortung der Hersteller
Das System folgt einem Extended-Producer-Responsibility-Ansatz. Hersteller und Importeure von Getränken tragen die Verantwortung für Sammlung und Recycling der in Verkehr gebrachten Verpackungen. Sie müssen ihre Produkte registrieren und Gebühren pro Behälter an den Systembetreiber entrichten, der die Rücknahme und Verwertung organisiert. Ziel ist eine saubere und sortenreine Sammlung, um die Recyclingqualität zu erhöhen und Fehlwürfe zu reduzieren.Startphase und Übergangsregelung
Zwischen dem 1. April 2026 und dem 30. September 2026 gilt eine Übergangsphase. In diesem Zeitraum dürfen sowohl Getränke ohne Pfandkennzeichnung als auch bereits gekennzeichnete Produkte verkauft werden. Nur für die gekennzeichneten Behälter wird das Pfand erhoben und erstattet. Ab dem 1. Oktober 2026 müssen alle betroffenen Getränkeverpackungen verpflichtend mit dem Pfandzeichen versehen sein.Systembetreiber und Zielvorgaben
Die NEA hat die nicht-gewinnorientierte Beverage Container Return Scheme Ltd. (BCRS Ltd.) als Systembetreiber lizenziert. Das Unternehmen wurde von einem Konsortium aus Getränkeherstellern gegründet und ist für den Betrieb des Systems von April 2026 bis Ende März 2033 verantwortlich. Bis zum Start des Systems soll ein Netzwerk von mehr als 1.000 Rücknahmestellen aufgebaut werden. Ab dem dritten Betriebsjahr strebt das System eine Rücklaufquote von 80 Prozent an. Parallel dazu sind transparente Gebührenstrukturen, ausreichende finanzielle Rücklagen und umfassende Datenschutzmaßnahmen vorgesehen.Quelle: NEA
