Der spanische Branchenverband Afco zeigt in seinem aktuellen Bericht für 2025 eine stabile Entwicklung der Wellpappenindustrie. Mit steigender Produktion, hoher Recyclingquote und breiter industrieller Nutzung unterstreicht der Sektor seine wirtschaftliche und ökologische Bedeutung.
Die spanische Wellpappenindustrie hat im Jahr 2025 ihre Rolle als tragende Säule der Verpackungswirtschaft weiter gefestigt. Laut Afco umfasst der Sektor 66 Unternehmen mit 89 Produktionsstandorten und erreicht eine Gesamtproduktion von 5.941 Millionen Quadratmetern Wellpappe. Damit bleibt Spanien einer der führenden Produzenten in Europa.
Stabile Kennzahlen und wirtschaftliche Bedeutung
Die Branche erzielte im Berichtsjahr einen Gesamtumsatz von 7,168 Milliarden Euro und sicherte 26.875 Arbeitsplätze in Spanien. Der Verbrauch von Papier lag bei 3,347 Millionen Tonnen. Diese Zahlen verdeutlichen die hohe Relevanz der Wellpappe für Industrie, Logistik und Handel.
Besonders stark ist die Verankerung in der Lebensmittelindustrie, die mit rund 61 Prozent den größten Anteil an der Nutzung stellt. Weitere wichtige Abnehmer sind Konsumgüter, E-Commerce und Investitionsgüter, was die Vielseitigkeit des Materials unterstreiche.
Kreislaufwirtschaft als zentraler Faktor
Ein wesentlicher Treiber der positiven Entwicklung ist die etablierte Kreislaufwirtschaft. Wellpappe wird nach Gebrauch gesammelt, recycelt und erneut in den Produktionsprozess eingespeist. Die Fasern können laut Afco mehr als 25 Mal wiederverwendet werden, ohne an Qualität zu verlieren.
Mit einer Recyclingquote von 95 Prozent zählt Wellpappe zu den am häufigsten recycelten Verpackungsmaterialien in Europa. Der Werkstoff gilt als erneuerbar, biologisch abbaubar und vollständig recyclingfähig, was ihn im Kontext regulatorischer Anforderungen zunehmend attraktiv mache.
Produktion pro Kopf und europäische Einordnung
Die Pro-Kopf-Produktion lag 2025 bei rund 61 Kilogramm Wellpappe und zeigt damit ein stabiles Niveau. Im europäischen Vergleich gehört Spanien weiterhin zu den größten Märkten, auch wenn Länder wie Deutschland und Italien höhere Produktionsvolumina erreichen.
Quelle: Afco







