Am 5. Juni findet zum 42. Mal der internationale Tag der Umwelt statt. Nachhaltiger Umwelt- und Klimaschutz braucht nach Ansicht des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. vor allem Kreislaufwirtschaft - und transparente Ökobilanzen. Der internationale Tag der Umwelt findet in diesem Jahr unter dem Motto „Nein zu Wegwerf-Plastik - ja zu Mehrweg!“ statt. Nach Ansicht des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. (dvi) stolpert er damit jedoch in eine ideologische Falle und erweist der Umwelt einen Bärendienst.
Tag der Umwelt greift aktuelles Thema auf
Nachhaltiger Umwelt- und Klimaschutz braucht nach Ansicht des Branchennetzwerks vor allem Kreislaufwirtschaft - und transparente Ökobilanzen. Nur so ließen sich der Umwelt-Fußabdruck unterschiedlicher Verpackungsarten objektiv ermitteln und Fehlentscheidungen vermeiden.„Wir freuen uns, dass der diesjährige internationale Tag der Umwelt ein wichtiges und aktuelles Thema aufgreift, hätten uns aber gewünscht, dass die Diskussion ohne Scheuklappen und Vorurteile angegangen wird.“ Kim Cheng, Geschäftsführerin des Deutschen Verpackungsinstituts e. V.„Einweg ist nicht immer böse und Mehrweg ist nicht immer gut. So einfach dürfen wir es uns nicht machen, wenn wir Klima- und Umweltschutz ernst nehmen wollen“, so Cheng. Die dvi-Geschäftsführerin betont, dass es vor allem darum gehe, „die eingesetzten Materialien im Kreislauf zu behalten. Mehrweglösungen können dabei oft vorteilhaft sein und es gibt dazu auch schon viele kluge Lösungen. Ob und welche ökologischen Vorteile Mehrweg bringt, steht aber nicht automatisch fest. Denn eine Mehrwegverpackung muss nach Gebrauch transportiert und gereinigt werden. Hier fallen Energie, Wasser und gegebenenfalls Chemikalien an. Je nachdem, wie groß dieser Aufwand ist, rechnet sich eine Mehrwegvariante ökologisch oder eben auch nicht. Grundlage der Entscheidung sollte eine objektive und transparente Ökobilanz sein.“
