VDMA blickt erwartungsvoll auf IFFA

Bild einer Verpackungsmaschine, die Backware verpackt
(Bild: Shutterstock/Sergey Ryzhov)

Die Hersteller von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen konnten 2021 ein Produktions-Plus von 7 Prozent erzielen. Das gab der VDMA im Rahmen eines Pressegespr├Ąches bekannt und verwies au├čerdem auf die gute Stimmung in der Branche. Besonders freue man sich auf die IFFA Ende Mai.

Anl├Ąsslich des Pressegespr├Ąchs mit der Tages- und Wirtschaftspresse zur IFFA 2022 vermeldet der VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen, dass die deutsche Produktion von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen im Jahr 2021 um 7 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro gestiegen ist. Damit erreicht der Branchenumsatz des viertgr├Â├čten Maschinenbaufachzweig fast wieder das Vorkrisenniveau von 2019 mit einer H├Âhe von 15,3 Euro.

“Der Umsatz mit Prozesstechnik f├╝r die Fleisch- und Proteinindustrie – dem st├Ąrksten Ausstellungsbereich der IFFA – ist im ersten Corona-Jahr 2020 gegen den Trend nicht zur├╝ckgegangen. 2021 stieg die Maschinenproduktion um erfreuliche 6 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro.ÔÇť

Klaus Schr├Âter, Vorsitzender des IFFA Beirats und Vorsitzender der VDMA Fachabteilung Fleischverarbeitungsmaschinen

Sowohl im Jahr 2020 wie auch im Jahr 2021 konnten sich die Maschinenhersteller ├╝ber eine anhaltend hohe Investitionst├Ątigkeit im Inland freuen. Im Jahr 2021 stiegen die inl├Ąndischen Verk├Ąufe um 8 Prozent auf 384 Millionen Euro. ÔÇ×Niedrige Zinsen, KFW F├Ârderm├Âglichkeiten f├╝r Prozess- und Verfahrensumstellungen,┬ádie zu Energie- und Ressourceneinsparungen f├╝hren und Investitionen in Automatisierungsl├Âsungen haben deutliche Impulse gegebenÔÇť, kommentiert Schr├Âter die Gesch├Ąftsentwicklung im Jahr 2021.

Steigende Nachfrage aus dem Ausland

Im Auslandsgesch├Ąft stach 2021 insbesondere der wichtigste Auslandsmarkt USA durch einen Nachfrageanstieg von ├╝ber 23 Prozent hervor. Maschinen im Wert von mehr als 100 Millionen Euro gingen 2021 von Deutschland in die USA. Auch die Lieferungen nach China legten zweistellig zu. Die Nachfrage aus der mit einem Anteil von 39 Prozent wichtigsten Absatzregion EU-27 sank unter das hohe Vorjahresniveau. Unter dem Strich stiegen die Auslandslieferungen der Unternehmen im Jahr 2021 um rund 3 Prozent ├╝ber den Vorjahreswert und erreichten ein Allzeithoch.

“In der US-amerikanischen Lebensmittelindustrie ist es sehr schwierig, qualifiziertes Bedienpersonal zu bekommen. Das zwingt die Unternehmen in moderne Technologien und Automatisierungsl├Âsungen f├╝r die sichere und stabile Produktion zu investieren. Und die Corona-Pandemie hat diesen Trend noch verst├Ąrkt.ÔÇť

Klaus Schr├Âter

Bild von einem Mann
Klaus Schr├Âter (Bild: VDMA)

Konjunkturbremsen waren 2021 und sind weiterhin die anhaltenden St├Ârungen der Lieferketten und Knappheiten an den Material- und Beschaffungsm├Ąrkten. Der Krieg in der Ukraine und die Null-Covid Politik Chinas versch├Ąrfen die Situation weiter. Laut VDMA Umfrage unter seinen Mitgliedern vom April 2022, hat sich die Versorgungslagen insbesondere bei Metallen und Metallerzeugnissen deutlich verschlechtert. Viele Unternehmen erwarten keine Entsch├Ąrfung in den n├Ąchsten Monaten.

“Aktuell sind die Auftragsb├╝cher in unserer Branche gut gef├╝llt, aber wir k├Ânnen nicht einsch├Ątzen, wie sich die anhaltenden Materialengp├Ąsse und Preissteigerungen bei Energie auf die Gesch├Ąftsentwicklung in diesem Jahr auswirken werden.ÔÇť

Klaus Schr├Âter

Vorfreude auf die IFFA

Die Perspektiven der Branche Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen sind abgesehen von den aktuell schwierigen Rahmenbedingungen weiterhin positiv. Investitionen in sichere, flexible und wirtschaftliche Anlagentechnik zur Herstellung, Verarbeitung und Verpackung erfolgen daher eher stetig und weniger volatil als in anderen Kundenbranchen des Maschinenbaus. Aktuell wirkt sich der Ukraine-Krieg noch nicht auf den Auftragseingang des Fachzweigs Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen aus. Die Bestellungen stiegen im M├Ąrz 2022 um 4 Prozent, vor allem getragen durch Auftr├Ąge aus dem nichteurop├Ąischen Ausland.

Von der Weltleitmesse IFFA 2022, die vom 14. bis 19. Mai in Frankfurt stattfindet, erwartet die Branche positive Impulse. ÔÇ×Wir freuen uns sehr darauf, dass die internationale Zulieferindustrie auf der wichtigsten Branchen-Plattform ihre Innovationen pr├Ąsentieren wird und dass wir alle endlich wieder im pers├Ânlichen Austausch ├╝ber Anforderungen und Trends mit dem internationalen Fachpublikum diskutieren k├ÂnnenÔÇť, sagt der Vorsitzende der VDMA Fachabteilung Fleischverarbeitungsmaschinen Klaus Schr├Âter.

Quelle: VDMA

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