Verpackungsmaschinenbau erreicht Rekordwert 2025

Die Produktion der Branche stieg laut VDMA im Jahr 2025 um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Christian Traumann (Bild: VDMA)

Die Hersteller von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen haben 2025 ihre Produktion am Standort Deutschland auf fast 17 Milliarden Euro gesteigert. Dies teilte der VDMA-Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen mit. Vor allem Verpackungsmaschinen legten deutlich zu, gleichzeitig wächst jedoch die Unsicherheit durch geopolitische Krisen, US-Zölle und steigenden Wettbewerbsdruck aus China.

Die Produktion der Branche stieg laut VDMA im Jahr 2025 um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark entwickelte sich das Segment Verpackungsmaschinen einschließlich Getränkeabfüllmaschinen mit einem Wachstum von 8 Prozent auf 9 Milliarden Euro. Christian Traumann, Vorsitzender des Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen, sagte: „Insbesondere die Hersteller von Verpackungsmaschinen können auf ein starkes Jahr 2025 zurückblicken und einen Zuwachs von 8 Prozent auf 9 Milliarden Euro erzielen.“

Exportgeschäft bleibt breit aufgestellt

Die Exporte der gesamten Branche erhöhten sich 2025 um 2 Prozent auf rund 11 Milliarden Euro. Rund 70 Prozent der Ausfuhren entfielen dabei auf Verpackungsmaschinen. Europa blieb die wichtigste Absatzregion, gefolgt von Nordamerika. Die USA waren mit Exporten im Wert von knapp 1,8 Milliarden Euro erneut der wichtigste Einzelmarkt für deutsche Hersteller. Trotz der US-Zollpolitik gingen die Lieferungen dorthin lediglich um 1 Prozent zurück.

Branche im Umbruch: Johannes Schmid-Wiedersheim, VDMA | interpack 2026
Johannes Schmid-Wiedersheim · VDMA | interpack 2026 · trends
Mehr Videos auf packaging journal TVAlle Videos →

Asien blieb ebenfalls bedeutend, allerdings verlor China weiter an Gewicht. Die Exporte in die Volksrepublik sanken 2025 um 8 Prozent auf 409 Millionen Euro. Traumann erklärte dazu: „China ist und bleibt ein wichtiger Markt. Allerdings sind die Wachstumsraten der chinesischen Wirtschaft deutlich schwächer geworden.“ Zudem erhöhe die „Made in China“-Strategie den Druck zur lokalen Produktion europäischer Maschinenhersteller.

Positive Wachstumsimpulse kamen dagegen unter anderem aus Mexiko, Ägypten, Algerien, Südafrika, Japan und Brasilien. Laut VDMA profitieren die Unternehmen von ihrer internationalen Aufstellung mit durchschnittlich 80 Prozent Exportanteil.

Verpackungsindustrie bleibt globaler Wachstumstreiber

Der VDMA verweist auf langfristig positive Perspektiven für die Verpackungs- und Verarbeitungsindustrie. Hintergrund ist der weltweit steigende Konsum verpackter Lebensmittel. Nach Prognosen von Euromonitor International soll der Absatz verpackter Lebensmittel weltweit von 872 Millionen Tonnen im Jahr 2024 auf 968 Millionen Tonnen bis 2029 steigen. Besonders hohe Wachstumsraten werden in Asien sowie im Nahen Osten und Afrika erwartet.

Gleichzeitig sieht der Verband zunehmende Belastungen für die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Maschinenbauer. Genannt werden hohe Energie- und Arbeitskosten, Bürokratie sowie geopolitische Unsicherheiten. Hinzu kommt wachsender Wettbewerb aus China. Traumann forderte daher bessere Rahmenbedingungen und offene Märkte: „Wir haben in Deutschland und Europa einen sehr innovativen Maschinenbau, dessen weiterer Erfolg von besseren Rahmenbedingungen und offenen Märkten abhängt.“

Quelle: VDMA