Auf der interpack 2026 spricht packaging journal mit Henning H. Sittel, Projektkoordinator bei der Effizienz-Agentur NRW (efa), über ein Werkzeug, das die Diskussion um „nachhaltige Verpackungen“ auf eine belastbare Faktenbasis stellt: die efa-Verpackungsmatrix in Form einer Power-App.
Die Matrix wurde 2021 gemeinsam mit dem Forschungsprojekt Prosperkolleg und der Hochschule Ruhr-West in einem Wertschöpfungsketten-Netzwerk mit rund 15 Unternehmen der Ernährungswirtschaft entwickelt. Seit Herbst 2023 läuft sie als Power-App und ermöglicht Unternehmen, Verpackungsalternativen anhand von bis zu 45 Indikatoren in fünf Schwerpunktbereichen – Produktschutz, Zirkularität, Umwelt, Anlagenauslastung und Kommunikation – sowohl qualitativ als auch quantitativ zu bewerten.
Im Gespräch erklärt Sittel, wie die Power-App in der Praxis funktioniert, warum bereits über 40 durchgeführte Packmittelanalysen wertvolle Erkenntnisse liefern und welche Rolle die Einbindung aller Partner entlang der Wertschöpfungskette spielt. Besonders relevant: Mit dem Inkrafttreten zentraler PPWR-Pflichten am 12. August 2026 brauchen Unternehmen belastbare Bewertungsverfahren – pauschale Aussagen reichen weder regulatorisch noch im Markt. Sittel skizziert zudem den nächsten Entwicklungsschritt: ein Dashboard zur Visualisierung der Ergebnisse, das die Argumentationslinie konkretisiert und Entscheidungen entlang der gesamten Lieferkette unterstützt.
