Die Branchenverbände BDE, bvse und VBS sehen die Kreislaufwirtschaft als Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland und legen zehn zentrale Punkte für die ersten 100 Tage der künftigen Bundesregierung vor. Nach dem Ampel-Aus sollen am 23. Februar 2025 Neuwahlen stattfinden. Die politischen Entscheidungen in den ersten 100 Tagen der neuen Bundesregierung sind von großer Bedeutung, um die Rohstoffunabhängigkeit zu stärken und den Hochlauf der Kreislaufwirtschaft in Deutschland anzutreiben. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz haben der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e. V. (BDE), der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) und der Verband der Bayerischen Entsorgungsunternehmen e.V. (VBS) die politischen Forderungen der Branche vorgestellt. Die Kreislaufwirtschaft bietet der produzierenden Industrie in Deutschland erhebliche Wettbewerbs- und Standortvorteile und spielt eine entscheidende Rolle für die Resilienz der Volkswirtschaft in Zeiten multipler Krisen und einer komplexen globalen geopolitischen Lage. Daher formulieren die drei Verbände gemeinsam diese zehn Forderungen:
- Recyclingfähigkeit: Design for Recycling
- Level-Playing-Field für Kunststoff-Rezyklate
- Internationalen und freien Handel erleichtern
- Nachhaltige ökologische Beschaffung mit Recyclinglabel
- Batteriebrände verhindern – Recyclinginfrastruktur schützen
- Wertstoffanteile in Abwässern und Klärschlämmen nutzen
- Gleiche Rahmenbedingungen und fairer Wettbewerb zwischen kommunalen und privaten Dienstleistern
- Bürokratie abbauen, Planung beschleunigen, Digitalisierung nutzen
- Aktive Gestaltung des europäischen Rechtsrahmens
- Kreislaufwirtschaftspolitik sichtbar in einem Bundesressort (Bundeswirtschaftsministerium) verankern
