Start-up One.five erhält 14 Millionen Euro in Finanzierungsrunde

Claire Hae-Min Gusko und Martin Weber haben one.five mit dem Ziel gegründet, innovative Lösungen schneller und effizienter auf den Markt zu bringen. (Bild: one.five)
Das Hamburger Tech-Unternehmen One.five, spezialisiert auf KI-basierte Lösungen für die Produktentwicklung von Verpackungen, hat seine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 14 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. Die neuen Mittel sollen insbesondere in den Ausbau der unternehmenseigenen KI-Plattform fließen. 

Gegründet von Martin Weber und Claire Hae-Min Gusko verfolgt One.five das Ziel, globale Lieferketten für Verpackungen zu transformieren. Mithilfe seiner KI-Plattform verkürzt das Unternehmen erheblich die Entwicklung und Markteinführung von Verpackungen und ermöglicht seinen Kunden, innovative Lösungen schneller und effizienter auf den Markt zu bringen.

Die Finanzierungsrunde wurde angeführt von der Dr. Hans Riegel Holding GmbH (Mitgesellschafter der HARIBO Gruppe). Zu den weiteren Investoren zählen 212 NexT, Symbia VC (Family Office), Btomorrow Ventures, KIMPA Impact (Multi-Family Office), Zubi Capital sowie die bestehenden Geldgeber Speedinvest, Planet A, Green Generation Fund, Climentum Capital, Revent und WEPA.

Ausbau der KI-Plattform für nachhaltige Verpackungsentwicklung

Die neuen Mittel sollen insbesondere in den Ausbau der unternehmenseigenen KI-Plattform fließen. Ziel ist es, Unternehmen entlang der Verpackungslieferkette dabei zu unterstützen, neue Produkte schneller zu entwickeln und erfolgreicher als bisher in den Markt einzuführen.

Trotz ambitionierter Nachhaltigkeitsziele und verschärfter gesetzlicher Vorgaben dominiert nach wie vor Kunststoff den Verpackungsmarkt, aber lediglich etwa 15 Prozent der Kunststoffverpackungen können tatsächlich recycelt werden, nahezu die Hälfte landet weiterhin auf Mülldeponien. Gleichzeitig wird etwa 60 Prozent des F&E-Budgets in der Verpackungsindustrie für Produkte aufgewendet, die es nie bis zur Marktreife schaffen.

One.five adressiert dieses Problem, indem der Product-Market-Fit direkt in den Entwicklungsprozess eingebettet wird. Die KI-basierte Plattform optimiert den Prozess, indem sie alle erfolgskritischen Faktoren, von der technischen Leistung und der Einhaltung regulatorischer Vorschriften bis hin zu Kostenzielen und der Akzeptanz durch die Verbraucher am Point of Sale, in präzise, datengestützte Anforderungsprofile übersetzt. Dies ermöglicht den F&E-Teams, Produkte zu entwickeln, die bereits durch ihr Design marktreif sind.

Mit dem frischen Kapital können wir unsere KI-basierte Plattform weiter ausbauen und unser erstes Plattformprodukt, den ,Product Market Fit Compass’, skalieren. Dieser wurde speziell für Unternehmen, wie z.B. Papierhersteller, entwickelt und hat sich bereits in der Praxis bewährt: Kunden nutzen die Plattform, um Markenartikler strategischer anzusprechen und die interne Materialentwicklung deutlich effizienter zu gestalten - und zwar ohne große interne F&E-Teams.

Martin Weber, Mitgründer von one.five

Systematischer Product-Market-Fit durch KI

"In frühen Pilotprojekten mit Papierherstellern haben wir gesehen, dass Kunden schneller mit Marken interagieren, Fehlentwicklungen reduzieren und die Markteinführungszeit erheblich verkürzen", sagt One.five-Mitgründerin Claire Hae-Min Gusko. "In diesen Fällen erwarten wir, dass sich dies innerhalb des ersten Jahres in einer Kapitalrendite von etwa dem Fünffachen des investierten Kapitals niederschlägt. Genau diese kommerzielle Wirkung wollen wir mit dieser Finanzierungsrunde skalieren.“

One.five arbeitet aktuell unter anderem mit Papierherstellern wie Starkraft, ein Unternehmen der Heinzelpöls, Zellstoff Pöls AG (Österreich) und Grünperga Papier (Deutschland) an Pilotprojekten. Zugleich führt das Unternehmen Gespräche mit internationalen Verpackungsherstellern und FMCG-Marken und ist bereits heute international aktiv – mit Kunden in Europa sowie ersten Materialverkäufen in den USA.

Quelle: one.five