Vetropack legt Schmelzwanne früher still

Die Maßnahme hat auch Auswirkungen auf die Belegschaft.
Der Vetropack-Standort Kremsmünster (Bild: Vetropack)

Die Vetropack-Gruppe zieht am Standort Kremsmünster die Stilllegung einer Schmelzwanne vor. Grund sind die angespannte Marktsituation in Europa sowie die langfristige Investitions- und Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens.

Die Vetropack-Gruppe hat ihre Mitarbeitenden am Standort Kremsmünster darüber informiert, dass eine der drei Schmelzwannen früher als ursprünglich geplant außer Betrieb genommen wird. Die Maßnahme ist Teil der langfristigen Standortentwicklung und steht im Zusammenhang mit der geplanten Zusammenlegung zweier Wannen zu einer modernen, größeren und energieeffizienteren Produktionsanlage.

Die Entscheidung, die bereits geplante Stilllegung vorzuziehen, begründet Vetropack mit der derzeit angespannten Marktlage in Europa. Sowohl aus ökonomischer als auch aus ökologischer Sicht sei eine vollständige Stilllegung der Wanne sinnvoll, da sich nur so Energieverbrauch und Kosten am Standort nachhaltig senken ließen. Mit der Stilllegung soll Ende April begonnen werden.

Auswirkungen auf Beschäftigung und Standortstruktur

Die Maßnahme hat auch Auswirkungen auf die Belegschaft in Kremsmünster. Infolge der Stilllegung müssen Stellen reduziert werden. Nach Angaben des Unternehmens betrifft der Großteil davon Leiharbeitsverhältnisse sowie natürliche Fluktuation. Für darüber hinaus betroffene Mitarbeitende will Vetropack individuelle Lösungen erarbeiten, darunter freiwillige Abgangsentschädigungen.

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Johann Eggerth, Leiter des Geschäftsbereichs Schweiz/Österreich, betont: „Dass wir einen ohnehin schon geplanten Zwischenschritt vorziehen, ist unter den aktuellen Bedingungen die richtige Entscheidung. Sie ändert aber nichts an unseren langfristigen Plänen für den Standort.“ Kremsmünster bleibe ein wichtiger Produktionsstandort, an dem Vetropack an den vorgesehenen Investitionen festhalte. Die Zusammenführung der beiden verbleibenden Wannen zu einer leistungsfähigeren Anlage solle die Wettbewerbsfähigkeit des Werks langfristig sichern.

Fokus auf Effizienz und Nachhaltigkeit

Die für 2028 geplante Wannenzusammenlegung soll es ermöglichen, künftig mit einer größeren und energieeffizienteren Anlage zu produzieren. Sie ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Vetropack-Gruppe und soll zu einer deutlichen Reduktion der CO₂-Emissionen am Standort beitragen.

Unabhängig von der Stilllegung der Schmelzwanne wird in den kommenden Wochen zudem die Formenwerkstätte von Kremsmünster an den anderen österreichischen Vetropack-Standort in Pöchlarn verlegt. Dieser Schritt ist Teil der laufenden Optimierung der Standortstrukturen in Österreich.

Quelle: Vetropack