Mit Blick auf steigenden Kostendruck, strengere Regulierung und den zunehmenden Einsatz digitaler Technologien richten Aussteller der interpack 2026 ihren Fokus auf Automatisierung, innovative Materialien und Qualifizierung. Die weltweit führende Messe für Processing und Packaging findet vom 7. bis 13. Mai 2026 in Düsseldorf statt und versammelt rund 2.800 Aussteller aus der gesamten Wertschöpfungskette.
Die Verpackungs- und Verarbeitungsindustrie steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Künstliche Intelligenz, Automatisierung und datenbasierte Produktionsmodelle gewinnen an Bedeutung, während Fachkräftemangel, geopolitische Unsicherheiten und regulatorische Anforderungen die Rahmenbedingungen verschärfen. Gleichzeitig eröffnen technologische Fortschritte und die wachsende Nachfrage nach vorverpackten Lebensmitteln sowie pharmazeutischen Produkten neue Handlungsspielräume für Unternehmen, die gezielt in zukunftsfähige Lösungen investieren.
Effiziente Produktion und integrierte Linienlösungen
Im Mittelpunkt vieler Messeauftritte stehen stabile, flexible und effiziente Produktionsprozesse. Theegarten-Pactec präsentiert in Halle 1 neue Entwicklungen in Automatisierung, Digitalisierung und Prozessoptimierung. Präsident und CEO Markus Rustler erklärt: „Auf der interpack werden wir wie gewohnt unsere neuesten Entwicklungen in den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung und Prozessoptimierung für Verpackungstechnologien vorstellen. Alle Ansätze verfolgen ein klares Ziel: eine noch höhere Effizienz in den Prozessen unserer Kunden zu ermöglichen.“

Mit zunehmender Komplexität von Herstellungs- und Verpackungsprozessen gewinnen integrierte Linienlösungen an Bedeutung. Coesia zeigt in Halle 6 Konzepte für vernetzte und nachhaltige Automatisierung in den Bereichen Food, Personal Care und Cosmetics. CEO Alessandro Parimbelli sagt: „Coesia wird auf der interpack 2026 als führender Partner für integrierte Linien in den Bereichen Food, Personal Care und Cosmetics auftreten und intelligente sowie nachhaltige Automatisierungslösungen präsentieren, die die Gesamtbetriebskosten senken, die Effizienz steigern und langfristige Kundenbeziehungen unterstützen.“
Auch Multivac verbindet Effizienz, Automatisierung und Nachhaltigkeit. CEO Christian Traumann betont: „Als innovativer und starker Partner für die Verarbeitung und Verpackung von Lebensmitteln präsentieren wir Mehrwertlösungen, die die aktuellen Anforderungen an Effizienz, Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit optimal miteinander vereinen.“
Regulierung, Nachhaltigkeit und Hygiene als Treiber
Regulatorische Vorgaben und Nachhaltigkeitsziele zwingen viele Unternehmen zur Neuausrichtung ihrer Prozesse. Die Marchesini Group stellt in Halle 15 Lösungen vor, die Produktsicherheit, Rückverfolgbarkeit und Materialrecycling miteinander verbinden sollen. CEO Valerio Soli erklärt: „Nachhaltigkeit und Robotik werden im Mittelpunkt stehen, um unsere Kunden bei der Umsetzung der PPWR zu unterstützen und dabei Produktsicherheit, Rückverfolgbarkeit und die Recyclingfähigkeit von Materialien in Einklang zu bringen.“
Im Bereich der Lebensmittelverarbeitung rücken Hygiene und Ressourceneffizienz stärker in den Fokus. Aasted verweist auf steigende Anforderungen an Sauberkeit und Effizienz. Head of Strategy Gitte Svenstrup sagt: „Reinigungsfähigkeit und Ressourceneffizienz werden zu entscheidenden Faktoren für Hersteller, die mit strengeren Anforderungen an Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit und operative Effizienz konfrontiert sind.“
Innovative Verpackungsmaterialien im Fokus
Neben Maschinen prägen Verpackungsmaterialien das Messebild. Mit mehr als 1.000 Ausstellern ist der Packmittelbereich der weltweit größte seiner Art. Metsä Board präsentiert in Halle 8a leichte, recyclingfähige Kartonlösungen mit reduziertem CO₂-Fußabdruck, insbesondere für Lebensmittel- und Pharmaverpackungen. SVP Commercial Operations Erja Hyrsky erklärt: „Regulierung und veränderte Verbraucherpräferenzen treiben die Nachfrage nach fossilfreien und recyclingfähigen Verpackungsmaterialien voran.“

Auch Sonoco sieht regulatorische Anforderungen als entscheidenden Faktor bei Verpackungsentscheidungen. Francesco Giannolo, Vice President Commercial Consumer Packaging EMEA/APAC, sagt: „Die regulatorische Vorbereitung ist zu einem ausschlaggebenden Faktor bei Verpackungsentscheidungen geworden und veranlasst Marken, Lösungen mit klaren Recyclingwegen und langfristiger Compliance über alle Märkte hinweg zu priorisieren.“
Die interpack 2026 positioniert sich damit als zentrale Plattform, um technologische Entwicklungen, neue Materialien und zukünftige Qualifikationsanforderungen für die globale Verpackungsindustrie einzuordnen.
Quelle: Messe Düsseldorf