Nachhaltige Verpackung im Fokus der BIOFACH

Die BIOFACH 2026 in Nürnberg wird eine breite Palette an Themen der Bio-Branche präsentieren. Für Fachleute aus der Verpackungsindustrie rücken besonders Aspekte wie „Zero Waste“, neue Produktentwicklungen und nachhaltige Ernährungssysteme in den Mittelpunkt, die direkt oder indirekt Verpackungslösungen beeinflussen.
(Foto: NürnbergMesse / Heiko Stahl)

Die BIOFACH 2026 in Nürnberg wird vom 10. bis 13. Februar eine breite Palette an Themen der Bio-Branche präsentieren. Für Fachleute aus der Verpackungsindustrie rücken besonders Aspekte wie „Zero Waste“, neue Produktentwicklungen und nachhaltige Ernährungssysteme in den Mittelpunkt, die direkt oder indirekt Verpackungslösungen beeinflussen.

Eine der zentralen Fragenstellungen der Bio-Branche betrifft die Entwicklung nachhaltiger Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Vom 10. bis 13. Februar 2026 bietet die BIOFACH in Nürnberg ein umfangreiches Rahmenprogramm, das über reine Produktpräsentationen hinausgeht. Insbesondere für Entscheider, Ingenieure und Planer im Bereich der Verpackungsindustrie bieten verschiedene Bereiche der Messe relevante Impulse und Diskussionsansätze. Die Notwendigkeit ressourcenschonender Verpackungen, die Eignung für recycelte Materialien und die Optimierung von Kreisläufen sind dabei zentrale Punkte, die sich in verschiedenen Programmpunkten widerspiegeln.

Innovationen und Start-ups

Die Innovation Stage in Halle 4A ist als Plattform für Trends, Start-ups und Produktideen konzipiert. Hier werden Unternehmen ihre Neuentwicklungen vorstellen, die oft eng mit innovativen Verpackungskonzepten verbunden sind. Angesichts des steigenden Verbraucherbewusstseins für Nachhaltigkeit und regulatorischer Anforderungen, setzen viele neue Produkte auf optimierte Verpackungslösungen – sei es durch Materialreduktion, den Einsatz von Monomaterialien oder die Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Die prämierten Produkte beim Best New Product Award werden ebenfalls auf ihre Gesamtkonzepte hin bewertet, wobei die Verpackung einen integralen Aspekt darstellt. Für Verpackungsfachleute bietet sich hier die Gelegenheit, zukünftige Anforderungen an Materialien, Design und Funktionalität frühzeitig zu erkennen.

Zero Waste und Planetary Health

Ein besonderer Fokus liegt 2026 auf der Erlebniswelt Planetary Health in Halle 9. Neben Themen wie Plant-based-Ernährung und alternativen Proteinquellen erweitert sich diese um Konzepte wie „Zero Waste“. Dieser Ansatz hat direkte Auswirkungen auf die Verpackungsentwicklung. „Zero Waste“ in der Lebensmittelbranche erfordert Verpackungslösungen, die Wiederverwendung ermöglichen, den Materialeinsatz minimieren oder eine vollständige Kompostierbarkeit aufweisen. Diskusionsrunden zur ganzheitlichen Gestaltung nachhaltiger Ernährungssysteme werden die Rolle der Verpackung als integralen Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie beleuchten. Hersteller präsentieren hier Produkte, bei denen Gesundheits- und Klimaziele miteinander verbunden werden, was oft eine Neugestaltung der Produktverpackung impliziert.

Anzeige

Logistik und Nachhaltigkeitsmanagement in der Außer-Haus-Verpflegung

Die Sonderschau Bio außer Haus in Halle 6 widmet sich der Gemeinschaftsverpflegung. Neben neuen Produkten und praxisnahen Konzepten werden hier auch „smarte Logistiklösungen sowie digitale Tools für Nachhaltigkeitsmanagement“ thematisiert. Eine effiziente Logistik ist eng mit der Sekundär- und Transportverpackung verbunden. Die Optimierung von Palettierungen, der Einsatz von Mehrwegsystemen oder intelligenten, ressourcenschonenden Transportverpackungen sind hier relevante Themen. Digitale Tools im Nachhaltigkeitsmanagement können auch die Nachverfolgbarkeit von Verpackungsmaterialien und deren ökologischen Fußabdruck umfassen. Für Verpackungsentwickler ergeben sich daraus Anforderungen an Materialfestigkeit, Gewicht und Rückführbarkeit in Kreisläufe.

Authentizität und Qualitätssicherung

Die Erlebniswelt Olivenöl in Halle 4 hebt die Bedeutung von Qualität, Herkunft und Sensorik hervor. Ein Vortrag zum Thema „Olivenöl fälschungsfrei handeln?!“ von Professor Stephan Schwarzinger adressiert die Notwendigkeit von Authentizität im Handel. Hier kann die Verpackung eine entscheidende Rolle spielen, indem sie Manipulationsschutz, Rückverfolgbarkeitsmerkmale oder spezielle Siegel integriert, die die Echtheit und Qualität des Produkts über die gesamte Lieferkette hinweg garantieren.

Die BIOFACH 2026 präsentiert sich als umfassende Plattform, die weit über Produktneuheiten hinausgeht. Die verschiedenen Foren und Erlebniswelten bieten Fachleuten der Verpackungsindustrie die Gelegenheit, sich über aktuelle und zukünftige Anforderungen an Materialien, Designs, Logistik und Authentizität im Kontext der Bio-Branche zu informieren. Der Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft wird die Diskussionen prägen und direkte Implikationen für die Verpackungsentwicklung haben.

Mehr zum Rahmenprogramm der Messe