Berlin Packaging stellt auf der Wine Paris neue Verpackungskonzepte für Wein- und Spirituosenhersteller vor. Im Mittelpunkt steht das Designkonzept „Sculpting“, das Ästhetik und Funktionalität verbindet und ohne Eingriffe in bestehende Abfüllprozesse umsetzbar ist.
Berlin Packaging ist erstmals auf der Fachmesse Wine Paris vertreten und zeigt dort Verpackungslösungen für den Wein- und Spirituosenmarkt. Das Unternehmen präsentiert Glasverpackungen, bei denen Designanpassungen gezielt mit industriellen Anforderungen in Einklang gebracht werden. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Konzept „Sculpting“, das bestehende Flaschenformen durch strukturierte Oberflächen und gezielte Details weiterentwickelt.
Nach Angaben des Unternehmens zielt der Ansatz darauf ab, Flaschen visuell und haptisch aufzuwerten, ohne technische Parameter wie Abmessungen, Gewicht oder Kompatibilität mit Abfüll- und Sekundärverpackungslinien zu verändern. Damit sollen individuelle Designs realisiert werden können, ohne Entwicklungszeiten oder Markteinführungen zu verlängern.

Die Konzepte entstehen im hauseigenen Design- und Innovationszentrum Studio One Eleven. Dort werden Gestaltung, technische Machbarkeit und industrielle Umsetzung zusammengeführt – von der ersten Idee über Prototypen bis hin zur Dekoration von Primär- und Sekundärverpackungen. Dieses Modell, das im Spirituosenbereich bereits etabliert ist, gewinnt nach Unternehmensangaben zunehmend auch im Weinsegment an Bedeutung.
Ein konkretes Beispiel ist die Weiterentwicklung der Nocturne-Flasche. Die überarbeitete Variante behält ihre bekannte Silhouette, ergänzt diese jedoch um neue Designelemente am Glasboden. Laut Berlin Packaging wird dabei Material eingespart und das Gewicht reduziert, ohne Stabilität oder Qualität zu beeinträchtigen. Die Flasche ist in mehreren Varianten erhältlich und kann mit passenden Glasverschlüssen kombiniert werden.

Weitere Anwendungen des Sculpting-Konzepts zeigt Berlin Packaging mit strukturierten Oberflächen – sogenannten Ribs – bei bestehenden Flaschenmodellen wie Alfie, Helium, Essence und Belleville. Die texturierten Details sind so ausgelegt, dass sie die Wiedererkennbarkeit der Flaschen erhalten und gleichzeitig deren visuelle Wirkung verstärken. Eingesetzt werden diese Lösungen unter anderem von Herstellern, die ihre Markenpositionierung weiterentwickeln wollen, ohne ihre Herkunft und handwerkliche Prägung aufzugeben.
Berlin Packaging positioniert Verpackungsdesign damit als strategisches Instrument für Wein- und Spirituosenhersteller, um Differenzierung, Funktionalität und industrielle Effizienz miteinander zu verbinden.
Quelle: Berlin Packaging