Motorrollen digital anbinden

Mit neuen ASi-5 Motormodulen adressiert Bihl+Wiedemann die dezentrale Ansteuerung inklusive zusätzlicher Diagnosedaten.
Bild: Bihl+Wiedemann

Motorrollen bilden das Rückgrat vieler Förderstrecken. Mit neuen ASi-5 Motormodulen für die EC5000 BI von Interroll adressiert Bihl+Wiedemann die dezentrale Ansteuerung inklusive zusätzlicher Diagnosedaten. Im Fokus des Messeauftritts in Stuttgart stehen kompakte Bauform, digitale Kommunikation und reduzierte Verdrahtung.

In Förderanlagen mit hoher Taktzahl und wachsender Variantenvielfalt gewinnen Transparenz und einfache Integration an Bedeutung. Bihl+Wiedemann erweitert sein Portfolio an ASi-5 Motormodulen um Kabelkanal-Varianten für die 24- und 48-Volt-Motorrollen EC5000 BI von Interroll.

Die Module BWU5178, BWU5208 und BWU5209 unterscheiden sich in Anzahl und Spannung der anschließbaren Antriebe: Mit dem BWU5178 lassen sich zwei 24-V-Motorrollen betreiben, während BWU5208 vier 24-V-Rollen und BWU5209 vier 48-V-Rollen ansteuern können. Damit deckt das System unterschiedliche Leistungsanforderungen in Sortier- und Förderanwendungen ab.

Zusatzdaten über Bus Interface

Die Kommunikation mit den Rollen erfolgt digital über das Bus Interface. Nach Angaben des Unternehmens können so neben der reinen Ansteuerung zusätzliche Informationen wie Antriebstemperatur oder Stromaufnahme ausgelesen werden. Für Betreiber bedeutet das mehr Transparenz über den Zustand einzelner Zonen – eine Voraussetzung für zustandsorientierte Wartung und schnelle Fehlerlokalisierung.

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Die Module sind in Schutzart IP54 ausgeführt und werden über M8-Snap-in-Kabelbuchsen mit den Motorrollen verbunden. Der Anschluss an ASi und AUX erfolgt per Durchdringungstechnik und Profilkabel, was den Installationsaufwand in weit verzweigten Förderlinien reduzieren soll.

Integrierte I/O für Sensorik

Neben dem Motoranschluss bieten die Module zusätzliche digitale Ein- und Ausgänge. Beim BWU5178 stehen vier digitale Eingänge zur Verfügung, bei BWU5208 und BWU5209 jeweils acht. Damit lassen sich beispielsweise Lichtschranken oder weitere Sensoren direkt anbinden, ohne separate Module vorsehen zu müssen, wie es heißt.

Die Kombination aus Motoransteuerung, Diagnosezugriff und integrierter Sensorik zielt auf kompakte, dezentral strukturierte Fördersegmente. Gerade in Retrofit-Projekten oder modularen Anlagenkonzepten kann die reduzierte Hardwarevielfalt zur Vereinfachung von Planung und Inbetriebnahme beitragen.

Bihl+Wiedemann auf der LogiMAT 2026: Halle 1, Stand A14

Quelle: Bihl+Wiedemann