CPH Group steigert Umsatz trotz Ergebnisrückgang

Die Übernahme von LOG Pharma stärkte insbesondere den Geschäftsbereich Perlen Packaging.
Verwaltungsgebäude der CPH Group - Standort Perlen, Schweiz (Bild: CPH Group)

Die CPH Group hat im Geschäftsjahr 2025 ihren Umsatz auf CHF 334 Mio. erhöht, musste jedoch beim Ergebnis Rückgänge hinnehmen. Belastet wurde die Entwicklung durch geopolitische Unsicherheiten, Währungseffekte und Margendruck im Markt für pharmazeutische Blisterverpackungen. Gleichzeitig setzte das Unternehmen seine Expansionsstrategie mit zwei Akquisitionen fort.

Im Berichtsjahr stieg der Nettoumsatz um 3,3 Prozent auf CHF 334,1 Mio. (Vorjahr: CHF 323,3 Mio.). Die Akquisitionen von LOG Pharma und SiliCycle trugen 8,1 Prozent zum Umsatz bei, während der starke Schweizer Franken einen negativen Effekt von 3,8 Prozent hatte. Währungs- und akquisitionsbereinigt sank der Umsatz um 1,0 Prozent. Das EBITDA verringerte sich um 6,5 Prozent auf CHF 50,3 Mio., die EBITDA-Marge lag bei 15,0 Prozent und damit unter dem mittelfristigen Zielkorridor von 16 bis 18 Prozent. Das EBIT ging um 16,3 Prozent auf CHF 32,8 Mio. zurück, das Nettoergebnis sank um 32,0 Prozent auf CHF 23,4 Mio.

„Die Akquisitionen von LOG Pharma und von SiliCycle waren die strategischen Höhepunkte des Berichtsjahrs. Die beiden Gesellschaften verfügen über starke Standbeine in ihren jeweiligen Märkten und über viel Potenzial mit ihren Technologien und Produkten. Mit der Integration steigern wir den Wert und die Zukunftsfähigkeit der CPH Group insgesamt.“

CEO Dr. Alois Waldburg-Zeil

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Die Übernahme von LOG Pharma stärkte insbesondere den Geschäftsbereich Perlen Packaging, der sein Portfolio um pharmazeutische Primärverpackungen wie Fläschchen und Behälter erweiterte. Der Markt war nach Unternehmensangaben von Handelszöllen sowie Preis- und Margendruck geprägt. Zwar erhöhte sich der weltweite Blisterabsatz, jedoch kam es zu einer Verschiebung im Verkaufsmix hin zu margenärmeren Monoblistern.

Der Umsatz von Perlen Packaging stieg um 6,5 Prozent auf CHF 219 Mio., währungs- und akquisitionsbereinigt ergab sich jedoch ein Rückgang von 1,5 Prozent. Das EBITDA sank um 22,2 Prozent auf CHF 25,9 Mio., die EBITDA-Marge reduzierte sich deutlich auf 11,8 Prozent. Das EBIT lag mit CHF 17,1 Mio. um 35,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Unternehmen leitete Kostenreduktionen ein und investierte in Kapazitätserweiterungen sowie Produktentwicklungen.

Solide Finanzierung und unveränderte Dividende

Die CPH Group investierte CHF 21,2 Mio. in Kapazitäts- und Effizienzsteigerungen sowie Produktentwicklungen. Der Free Cashflow vor Akquisitionen sank auf CHF 16,4 Mio. Die Nettoverschuldung belief sich per Jahresende auf CHF 26,2 Mio., was einem Verschuldungsfaktor von 0,5x entspricht. Die Eigenkapitalquote lag bei 55 Prozent.

Trotz des Ergebnisrückgangs beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 17. März 2026 eine unveränderte Dividende von CHF 2,00 pro Aktie. Dies liege am oberen Rand der Dividendenpolitik von 25 bis 50 Prozent des Nettoergebnisses.

Für 2026 rechnet die CPH Group mit einer positiven Nachfrage- und Umsatzentwicklung. Waldburg-Zeil sagte: „Das Umfeld der CPH Group bleibt anspruchsvoll, wobei die langfristigen Megatrends Gesundheit & Demografie sowie Energie intakte Wachstumstreiber darstellen, deren Potenzial die global präsente und in ihren Marktsegmenten stark positionierte CPH Group ausschöpfen kann.“ Sowohl EBITDA und EBIT als auch das Nettoergebnis sollen im laufenden Jahr über dem Niveau von 2025 liegen.

Quelle: CPH Group