Perlen setzt auf Papierflaschen

Gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft Perlen Papier AG wird das Unternehmen erster Produktionspartner von Pulpex.
Bild: Perlen

Die Perlen Industrieholding AG geht eine exklusive Partnerschaft mit dem britischen Verpackungstechnologieunternehmen Pulpex ein. Ziel ist die Produktion von faserbasierten Papierflaschen in mehreren europäischen Kernmärkten und der Ausbau nachhaltiger Verpackungslösungen.

Die Perlen Industrieholding AG treibt ihre strategische Transformation weiter voran und positioniert sich stärker im Bereich innovativer Verpackungstechnologien. Gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft Perlen Papier AG wird das Unternehmen erster Produktionspartner von Pulpex und erhält exklusive Rechte zur Herstellung von Papierflaschen in der Schweiz, Österreich, Italien sowie in Süddeutschland. Ein möglicher Produktionsstart wird derzeit geprüft und könnte ab 2027 erfolgen.

Technologie für faserbasierte Flaschen gewinnt an Bedeutung

Pulpex hat eine patentgeschützte Technologie für Verpackungen aus geformten Papierfasern entwickelt. Diese Lösung ist laut Unternehmen als papierbasiert recycelbar zertifiziert und verfügt über eine lebensmittelechte, geruchsneutrale Barrierebeschichtung. Damit sollen sich die Flaschen für eine Vielzahl von Anwendungen eignen, darunter Getränke, Lebensmittel sowie Kosmetikprodukte.

Die Papierflaschen gelten als Alternative zu Glas- und Kunststoffverpackungen und adressieren insbesondere die steigende Nachfrage nach besser recycelbaren und ressourcenschonenden Lösungen. Nach Angaben des Unternehmens kann der CO₂-Fußabdruck im Vergleich zu Glas um bis zu 90 Prozent reduziert werden.

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Integration in bestehende Kreislaufstrukturen

Ein zentraler Aspekt der Partnerschaft liegt in der Integration der neuen Verpackungslösung in bestehende Recyclingstrukturen. Die Papierflaschen können über das Altpapier entsorgt und am Standort Perlen wiederaufbereitet werden. Damit will das Unternehmen eine geschlossene Kreislaufwirtschaft etablieren und industrielle Wertschöpfung mit Ressourceneffizienz verbinden.

Marktpotenzial für nachhaltige Flaschenlösungen

Die Entwicklung faserbasierter Flaschenlösungen gewinnt vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen und wachsender Nachhaltigkeitsziele in der Verpackungsindustrie zunehmend an Bedeutung. Insbesondere im Getränkesegment sowie bei Konsumgütern steige der Druck, Alternativen zu Kunststoff und Glas zu etablieren, die sowohl funktional als auch recyclingfähig sind.

Quelle: Perlen