Propak-Abschluss bringt 2,65 Prozent mehr Lohn

Neuer Kollektivvertragsabschluss für die papier- und kartonverarbeitende Industrie in Österreich erzielt.
Bild: Propak/L. Schedl

Der Fachverband Propak hat gemeinsam mit der Gewerkschaft GPA den Kollektivvertragsabschluss 2026 für die papier- und kartonverarbeitende Industrie in Österreich erzielt. Die Vereinbarung bringt eine moderate Erhöhung der Löhne und Gehälter sowie Anpassungen bei Zuschlägen und Lehrlingseinkommen.

Nach schwierigen Verhandlungen einigten sich die Sozialpartner auf eine Erhöhung der Ist-Löhne und -Gehälter um 2,65 Prozent, mit einem Mindestbetrag von 90 Euro und einer Obergrenze von 145 Euro pro Monat. Die neuen Werte gelten rückwirkend ab 1. März 2026 bei monatlicher sowie ab 2. März 2026 bei wöchentlicher Abrechnung.

Anpassungen bei Zulagen und Lehrlingseinkommen

Neben der generellen Entgelterhöhung wurden auch Zuschläge und Zulagen angepasst. Der Nachtschichtzuschlag steigt um 3,6 Prozent auf künftig 50,32 Euro pro zehn Stunden. Auch die Betriebserfahrungszulage wird um 3,6 Prozent erhöht und liegt nun bei 13,27 Euro pro Woche für Facharbeiter beziehungsweise 9,72 Euro für sonstige Arbeiter.

Die Schmutzzulage bleibt unverändert bei 7,78 Euro pro zehn Stunden. Gleichzeitig wurden die Lehrlingseinkommen für gewerbliche und kaufmännische Lehrlinge um 3,8 Prozent angehoben. Je nach Lehrjahr reichen diese nun von rund 966 Euro bis über 2.200 Euro monatlich.

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Einheitliche Laufzeit und klare Systematik

Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von zwölf Monaten und umfasst sowohl die Anpassung der Kollektivvertragslöhne als auch der Ist-Löhne. Gleichzeitig bleiben bestehende Berechnungslogiken, etwa die Umrechnung von Wochen- auf Stundenbasis bei einer Normalarbeitszeit von 38 Stunden, unverändert bestehen.

Die neuen Lohn- und Gehaltstabellen sowie alle Details zu Zuschlägen und Einstufungen stellt der Fachverband Propak auf seiner Website zur Verfügung.

Quelle: Propak