Steigende Kosten und ein Mangel an Arbeitskräften setzen Europas Lieferketten unter Druck, was Unternehmen dazu zwingt, ihre Verpackungsstrategien grundlegend zu überdenken. Mehrwegverpackungen stehen dabei zunehmend im Fokus, da sie nicht mehr nur als Verbrauchsmaterialien, sondern als wesentliche Infrastrukturkomponenten betrachtet werden. Tosca sieht in dieser Entwicklung eine strategische Wende für die Branche.
Die Herausforderungen, vor denen europäische Lieferketten stehen, sind vielfältig. Neben den steigenden Rohstoffpreisen und dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften kommen auch immer strengere Verpackungsvorschriften hinzu. Diese Faktoren zwingen Unternehmen dazu, ihre Verpackungslösungen nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Kosten, sondern auch hinsichtlich ihrer Effizienz und Nachhaltigkeit zu bewerten. Mehrwegverpackungen bieten hier einen klaren Vorteil, da sie langfristig kosteneffizienter sind und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck verringern können.
Mehrwegverpackungen bieten zahlreiche Vorteile, die über die reine Kosteneffizienz hinausgehen. Sie sind robuster und können mehrfach verwendet werden, was die Notwendigkeit ständiger Neuanschaffungen reduziert. Zudem tragen sie zur Reduzierung von Abfall und zur Schonung von Ressourcen bei. Diese Eigenschaften machen sie besonders attraktiv für Unternehmen, die sich den Herausforderungen der modernen Lieferketten stellen müssen.
Regulatorische Anforderungen
Regulatorische Vorgaben erhöhen den Handlungsdruck zusätzlich. Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) sowie die europäische Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) legen einen stärkeren Fokus auf Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Haltbarkeit und die Leistungsfähigkeit über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Mit der Weiterentwicklung dieser Regelwerke steigen für Unternehmen, die Einwegverpackungen nutzen, sowohl die Kostenrisiken als auch die Komplexität der Anforderungen.
„Verpackungen wurden lange Zeit als Verbrauchskosten betrachtet, doch dieses Modell lässt sich immer schwieriger aufrechterhalten. Mit der Verschärfung regulatorischer Vorgaben sowie steigendem Kosten- und Arbeitskräftedruck entwickeln sich Mehrwegverpackungen zu einer zentralen Infrastruktur. Sie helfen Unternehmen, Abfälle an der Quelle zu reduzieren und gleichzeitig die Kosten besser planbar zu machen sowie die betriebliche Resilienz zu stärken.“
Laurent Le Mercier, EMEA President bei Tosca
Abkehr vom Einwegmodell
Einwegverpackungen sind auf kontinuierliche Materialzufuhr, manuelle Handhabung und wiederholte Entsorgung angewiesen. In einem von Kostenvolatilität geprägten Umfeld entwickeln sich diese Abhängigkeiten zunehmend zu strukturellen Risiken. Wiederverwendbare Kunststoffverpackungen basieren auf einem anderen Betriebsmodell. Langlebige Ladungsträger zirkulieren über mehrere Nutzungszyklen hinweg und verlagern Unternehmen von Kosten pro Einheit hin zu kalkulierbaren Kosten pro Nutzung, während gleichzeitig die Abhängigkeit von schwankenden Rohstoffpreisen und laufenden Entsorgungskosten sinkt.

Pooling ermöglicht dies in großem Maßstab. Über gesteuerte Netzwerke werden Ladungsträger gesammelt, geprüft, gereinigt, repariert und erneut in Umlauf gebracht. Verpackungen werden so als Service in die täglichen Abläufe integriert, statt als einmaliger Kauf zu fungieren.
Struktureller Wandel in der Verpackungsstrategie
Bei anhaltendem Kostendruck und wachsender regulatorischer Überprüfung wird Verpackung zunehmend von einer taktischen zu einer strategischen Entscheidung. Mehrwegverpackungen bieten einen Ansatz, um Kosten zu stabilisieren, Risiken zu reduzieren und sich wandelnden regulatorischen Anforderungen innerhalb eines einheitlichen Systems gerecht zu werden – und positionieren sich damit als zentraler Bestandteil widerstandsfähiger, zukunftsfähiger Lieferketten.
Um aufzuzeigen, wie diese strukturellen Herausforderungen europäische Lieferketten verändern, hat Tosca das Whitepaper „The Business Case for Reusable Transport Packaging“ veröffentlicht, das diese Entwicklungen im Detail analysiert.
Quelle: Tosca






