Clipverpackungen haben sich als eine vielseitige und effiziente Verpackungslösung etabliert, die weit über die traditionelle Wurstproduktion hinausgeht. Poly-clip System zeigt, wie diese Technologie kontinuierlich an Bedeutung gewinnt und neue Anwendungsfelder erschließt. Das Unternehmen hat unter anderem ein nachhaltiges Gesamtsystem entwickelt, um Obst und Gemüse in industriell kompostierbare Netze zu verpacken.
In einer Zeit, in der Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der Lebensmittelproduktion immer wichtiger werden, bieten Clipverpackungen eine innovative Lösung. Sie ermöglichen einen reduzierten Materialeinsatz bei gleichzeitig hoher Produktsicherheit. Durch das direkte Befüllen und Verschließen von Därmen und Schlauchbeuteln in einem Schritt werden Prozesszeiten verkürzt und Produktionsabläufe vereinfacht. Dies führt zu einem geringeren Verpackungsvolumen und Materialverbrauch.
In der klassischen Fleischverarbeitung bleibt das Clippen ein unverzichtbarer Bestandteil. Poly-clip System hat dazu seine Clipmaschinen kontinuierlich weiterentwickelt, um alle Leistungsstufen abzudecken. Der automatische Doppelclipper FCA 160 XL ist ein Beispiel für die Anpassungsfähigkeit der Maschinen an große Produktionsvolumina und schwerere Produkte. Mit der Vier-Clip-Lösung können sogar schwere, hängende Würste mit einem Gewicht von bis zu 16 Kilogramm sicher verpackt werden.
Wachstum in Convenience und Snacks
Auch in anderen Segmenten gewinnen Clipverpackungen an Bedeutung. Das Verpackungssystem Clip-Pak fasst Anwendungen zusammen, bei denen Produkte in schlauchförmige Verpackungen gefüllt und an beiden Enden verschlossen werden. Diese Methode eignet sich für eine Vielzahl von Füllgütern, von Fleischwaren über Käse bis hin zu Convenience-Produkten und Tiernahrung. Der Siegel-/Clipautomat TSCA 120 kombiniert Siegeln und Clippen in einem vollautomatischen Prozess und ist ideal für die Herstellung von Snackprodukten.
„Die Vielfalt unserer Lösungen macht deutlich, wie flexibel sich die Cliptechnologie an unterschiedliche Anforderungen anpassen lässt. Das Clippen hat sich weit über den ursprünglichen Einsatzbereich hinaus entwickelt und eröffnet unseren Kunden ganz neue Möglichkeiten“, sagt Dr. Alexander Giehl, CEO bei Poly-clip System.
Nachhaltige Lösungen für Obst und Gemüse
Im Frischebereich eröffnet aktuell die Netzverpackungslösung Net-Pak neue Möglichkeiten für die Verpackung von Obst und Gemüse. In Zusammenarbeit mit dem spanischen Maschinenbauer Damarc Agrobotic hat Poly-clip den Somi-Netzclipper entwickelt. Die Maschine verarbeitet bis zu 25 geclippte Netzbeutel pro Minute. Das System setzt auf industriell kompostierbare Bio-Netze und Bio-Labels sowie biologisch abbaubare Clips, was den Materialeinsatz und den Energiebedarf im Vergleich zu folienbasierten Alternativen erheblich reduziert. Da der Netzclipper der gängigen Standardgröße entspricht, lässt er sich ohne große Umrüstungen in bestehende Produktionslinien integrieren.
„Bisher sind Netze, in denen man Obst, Gemüse oder Zwiebeln verpackt, mit kleinen Metallverschlüssen verschlossen. Bei Wurst in der Schlauchverpackung hat der Metallverschluss eine Funktion, weil das Produkt erhitzt, gekocht oder geräuchert wird. Bei den Netzen dagegen braucht es kein Metall. Wir setzen daher hier auf biologisch abbaubare Clips sowie industriell kompostierbare Netze und Etiketten.“
Alexander Giehl, CEO Poly-clip System
Das Unternehmen hat seine R&D-Abteilung in den letzten zwei Jahren deutlich aufgestockt. „Wir investieren gerade massiv in die Entwicklung neuer Maschinen und Produkte. Und wir tun dies in Deutschland – die komplette Entwicklung sitzt in Frankfurt, wo das Unternehmen vor 100 Jahren gegründet wurde.“

Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor
Die steigenden Energiepreise und der wachsende Kostendruck machen Nachhaltigkeit zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor in der Verpackungsindustrie. Poly-clip zeigt daher auch, wie ökologische und ökonomische Ziele durch moderne Verpackungslösungen und Maschinen erfolgreich verbunden werden können. Ein zentraler Ansatz liegt im Verpackungsprinzip „Clippen“ selbst. Produkte in Clipverpackungen werden direkt nach dem Füllen verschlossen, ohne zusätzliche Verarbeitungsschritte. Das spart Material, reduziert den Energieeinsatz und verkürzt Prozessketten. Gegenüber klassischen Folien- oder Schalenlösungen reduziert sich der Verpackungsanteil deutlich, während gleichzeitig die Transport- und Lagerungsprozesse effizienter werden. Eine Umweltstudie des Instituts Circular Analytics belegt, dass Clipverpackungen den CO2-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Verpackungen wie Dosen, Kartuschen oder Tiefziehschalen um bis zu 90 Prozent senken. Sie kommen zudem mit nur ein bis zwei Prozent Verpackungsanteil aus, während Alternativen auf bis zu 35 Prozent kommen.
Innovationen in der Maschinentechnologie
Auf Maschinenseite treibt Poly-clip die Entwicklung energieeffizienter Systeme voran. Die Green Series beispielsweise steht für energieeffiziente Systeme mit hoher Leistungsfähigkeit: So vereint der automatische Doppelclipper ICA 4.3 beispielsweise gesteigerte Performance mit reduziertem Energieeinsatz, was durch ein optimiertes Drehmoment und eine harmonisierte Antriebsarchitektur erreicht wird. Entwicklungen wie diese sind Teil der Unternehmensphilosophie, die Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil der Technologie- und Prozessgestaltung sieht.
Internationale Expansion und neue Märkte
Poly-clip System expandiert auch international und erschließt neue Märkte, wie zum Beispiel die Eiscremebranche in Indien. Dort wird gerne Eis in Scheiben konsumiert, was neue Verpackungsmöglichkeiten für Clipverpackungen eröffnet. Alexander Giehl: „Wir zeigen hier gerade, wie wir mit Eiscreme als deutsches Unternehmen in Indien durch innovative Verpackungstechnologien Arbeitsplätze in Deutschland sichern und gleichzeitig neue Märkte bedienen.“






