Borealis investiert in kreislauffähige Kunststoffproduktion

Borealis investiert an seinem Produktionsstandort Burghausen, um die kommerzielle Skalierung der Borstar Nextension-Polypropylen-Technologie voranzutreiben. (Bild: Borealis)
Mit einer strategischen Investition am Standort Burghausen will Borealis die industrielle Nutzung seiner Borstar Nextension-Polypropylen-Technologie vorantreiben.

Der Kunststoffhersteller Borealis investiert 49 Millionen Euro in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten für Single-Site-Polypropylen (ssPP) am Standort Burghausen. Im Fokus steht dabei die Borstar Nextension-Technologie, die neue Maßstäbe in puncto Materialreinheit, Verarbeitbarkeit und Leistungsfähigkeit setzt. Ziel ist es, recyclingfähige Monomateriallösungen in großem Maßstab verfügbar zu machen – insbesondere für Anwendungen in Verpackung, Mobilität, Gesundheitswesen und der Faserindustrie.

Alternative zu komplexen Multilayer-Verpackungen

Mit dem neuen Verfahren lassen sich laut Unternehmen klassische Mehrschichtverpackungen durch Monomaterial-PP substituieren, ohne dabei auf Barriereeigenschaften oder mechanische Performance zu verzichten. Die daraus entstehenden Verpackungslösungen sind nicht nur recyclingfähig, sondern ermöglichen auch Materialeinsparungen sowie eine optimierte Ressourcennutzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Unterstützung regulatorischer Ziele

Im Zuge der geplanten EU-Verpackungsverordnung (PPWR) gewinnen recyclinggerechte Lösungen stark an Bedeutung. Borealis sieht seine Nextension-Typen als zukunftsfähige Antwort auf die regulatorischen Anforderungen, insbesondere mit Blick auf das Ziel der vollständigen Rezyklierbarkeit von Verpackungen bis 2030. Erste Anwendungen in flexiblen Verpackungslösungen hätten gezeigt, dass die Materialien auch in puncto Siegeln, Transparenz und Produktschutz überzeugen.

Fokus auf Kundenwachstum und Nachhaltigkeit

„Mit der Ausweitung unserer Nextension-PP-Produktion schaffen wir die Voraussetzungen, damit unsere Kunden auch künftig den steigenden Markt- und Gesetzesanforderungen gerecht werden können“, so Craig Arnold, EVP Polyolefins, Circular Economy Solutions and Base Chemicals bei Borealis. Die Investition sei ein weiteres Beispiel für das Engagement des Unternehmens in der Entwicklung kreislauffähiger Polymerlösungen.

Quelle: Borealis