Carrefour spart Verpackungskunststoff ein

Kern des Programms sind mehrere Verpackungsinitiativen in unterschiedlichen Warengruppen.
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Carrefour kündigt ein neues Programm zur Reduzierung von Kunststoffverpackungen an. Der französische Handelskonzern will nach eigenen Angaben bis zu 5.000 Tonnen Kunststoff einsparen und die dadurch erzielten Kostenvorteile an die Verbraucher weitergeben. Die Maßnahme soll vor dem Hintergrund gestiegener Kunststoffpreise und höherer Verpackungskosten die Kaufkraft der Kunden stärken.

Carrefour verweist darauf, seit dem Start seiner Nachhaltigkeitsinitiative „Act For Food“ bereits 25.000 Tonnen Kunststoff eingespart zu haben. Mit dem nun angekündigten Programm sollen weitere Einsparungen von mehr als fünf Millionen Euro erzielt werden. Diese Summe will das Unternehmen nach eigenen Angaben in Preissenkungen von bis zu knapp zehn Prozent bei ausgewählten Produkten reinvestieren.

Fünf Maßnahmen bis 2030

Kern des Programms sind mehrere Verpackungsinitiativen in unterschiedlichen Warengruppen. So sollen Kunststoffumverpackungen bei Aktions-Mehrfachpackungen schrittweise entfallen. Darüber hinaus plant Carrefour eine Reduzierung von Kunststoffverpackungen bei Hygiene- und Reinigungsprodukten durch Nachfülllösungen, größere Gebinde und feste Produktformen. Allein dieser Bereich könnte nach Unternehmensangaben rund 2.000 Tonnen Kunststoff einsparen.

Weitere Maßnahmen betreffen den Ersatz von Kunststoffverpackungen bei Toilettenpapier durch papierbasierte Lösungen, den Ausbau von Mehrweg- und Pfandsystemen sowie neue Verpackungskonzepte für Backwaren mit einem höheren Kartonanteil. Insgesamt sollen diese Schritte die angestrebte Einsparung von mehr als 5.000 Tonnen Kunststoff ermöglichen.

Steigende Kosten für Neuplastik

Als Hintergrund nennt Carrefour die hohe Volatilität auf den Rohstoffmärkten. Nach Angaben des Unternehmens sind die Preise für Neuplastik infolge von Entwicklungen auf den Ölmärkten und gestiegenen Verpackungsabgaben innerhalb von zwölf Monaten um rund 50 Prozent gestiegen. Dies wirke sich dauerhaft auf die Verpackungskosten vieler Konsumgüter aus, die weiterhin überwiegend in Kunststoff verpackt werden.

Carrefour-Chef Alexandre Bompard erklärte: „Carrefour gehörte zu den frühen Vorreitern im Kampf gegen die Kunststoffverschmutzung. Heute gehen wir einen Schritt weiter und starten eine im Einzelhandel bislang beispiellose Initiative: Wir haben uns entschieden, die Einsparungen aus der Reduzierung von Kunststoff direkt in die Kaufkraft unserer Kunden zu reinvestieren.“

Quelle: Carrefour