Der 15. Deutsche Verpackungskongress fand zum ersten Mal als virtuelles Event statt. Im grundsätzlichen Bestreben für mehr Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Recycling ziehen die Unternehmen der Branche an einem Strang. Über 350 Teilnehmer erlebten den ersten virtuellen Deutschen Verpackungskongress des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. (dvi), der unter dem Motto „Kein Lockdown für Nachhaltigkeit und Innovation“ stattfand. Zahlreiche Meinungsmacher und Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und NGOs präsentierten nicht nur fundierte Positionen und Meinungen, sondern stritten gemeinsam um Lösungen, Strategien und Wege für noch mehr Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft für die Verpackung.
„Bei allen Unterschieden in den verfolgten Strategien und den präferierten Lösungen, haben sich gleichzeitig viele Gemeinsamkeiten gezeigt. Es wurde deutlich, dass es weder für Verpackungshersteller, noch für Markenunternehmen und Handel den einen, seligmachenden Packstoff gibt. Für die immense und heterogene Vielfalt an Produkten brauchen wir die ganze Bandbreite an Materialien" Kim Cheng, dvi-GeschäftsführerinDas Prinzip der 3R - Reduce, Reuse, Recycle - sei fest in den Strategien der Branche verankert. "Beim grundsätzlichen Bestreben für mehr Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Recycling ziehen die Unternehmen an einem Strang. Was oftmals fehlt, ist Planungssicherheit, auch durch mangelnden politischen Mut", so Cheng. Deutlich werde das beispielsweise beim Thema Rezyklateinsatz. "Hier sind wir technologisch schon viel weiter, als die politischen Aussagen dazu vermuten lassen. So ist Rezyklat mit Foodgrade kein Material-, sondern ein Zulassungsproblem."
