DUH fordert Umstieg auf Mehrweg beim Pflanzentransport

Baumärkte wie Globus, Hornbach oder Bellaflora treiben die Verwendung von Mehrwegpaletten bereits voran. (Bild: Globus Baumarkt)

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ruft Unternehmen wie Lidl, Aldi und Ikea dazu auf, beim Pflanzentransport auf wiederverwendbare Paletten umzusteigen. Ab 2030 wird Mehrweg laut EU-Verordnung verpflichtend – höchste Zeit zum Handeln.

Der Einsatz von Einwegpaletten im Pflanzentransport ist trotz vorhandener Alternativen weiterhin gängige Praxis im Handel. Große Player wie Lidl, Aldi, Edeka oder Rewe nutzen bislang überwiegend Einweg-Transportlösungen – mit erheblichen Auswirkungen auf Umwelt und Ressourcenverbrauch. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert nun den sofortigen Umstieg auf Mehrwegpaletten, auch im Hinblick auf die EU-Verpackungsverordnung, die ab 2030 den Mehrwegeinsatz bei inner- und intrabetrieblichen Transporten vorschreibt.

Hoher Ressourcenverbrauch trotz etablierter Systeme

Mit dem Euro Plant Tray (EPT) steht bereits heute ein europaweites Mehrwegsystem zur Verfügung. Doch dessen Nutzung ist bislang marginal: Nur etwa fünf Prozent der Pflanzentransporte erfolgen mit wiederverwendbaren Paletten. Nach Angaben der DUH verbraucht die Branche jährlich bis zu 700 Millionen Wegwerfpaletten, davon allein 150 Millionen in Deutschland – ein vermeidbares Müllaufkommen, das der Umwelt massiv schadet.

Einige Unternehmen setzen bereits auf Mehrweglösungen. So hat Hornbach rund zwei Millionen Paletten aus dem EPT-System in Betrieb genommen. Auch Globus und Bellaflora forcieren den Einsatz. Im Gegensatz dazu steht Ikea in der Kritik: Der Konzern nutze weiterhin Einweg-Papplösungen, obwohl diese insbesondere für feuchte Pflanzen ungeeignet und alles andere als nachhaltig seien, so DUH-Vertreter Thomas Fischer.

Mehrweg als ökologische und wirtschaftliche Lösung

Der Umstieg auf Mehrweg bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: weniger Abfall, geringerer CO₂-Ausstoß (bis zu 30 Prozent weniger), Ressourcenschonung und eine wirtschaftlich attraktive Alternative zu Einweglösungen. Dennoch sei es notwendig, jetzt zu handeln, um bis 2030 flächendeckend gerüstet zu sein.



Quelle: DUH