Ein wichtiger Hersteller passender Versandboxen ist der deutsche Mittelständler Schaumaplast, der sich mit seinem Geschäftsbereich Thermocon auf Kühlverpackungen für die Pharmaindustrie spezialisiert hat.
Vorbereitungen begannen im Sommer
Bereits seit Sommer, als die Bedingungen für die Logistik für den Corona-Impfstoff bekannt wurden, arbeitet Schaumaplast gemeinsam mit Kunden an speziellen Verpackungen für den Ultratiefkühlbereich. Experten am Hauptsitz im baden-württembergischen Reilingen entwickeln, qualifizieren und fertigen zusammen mit den Schwesterwerken die stromlos arbeitenden, zumeist mehrwegfähigen Kühlsysteme für den gefragten Temperaturbereich
Dafür werden spezielle Isolierbehälter mit Trockeneis bestückt. Der minus 80 Grad kalte, feste Stoff verdampft ohne Rückstände und entwickelt dabei die Energie, die für eine sichere Kühlleistung über mindestens fünf Tage sorgt. Mehrere Tausend Kühlsysteme verließen bereits letzte Woche die Schaumaplast-Werke in Richtung Logistikzentren.

Boxen von klein bis groß
Das Unternehmen stellt vom zwei Liter fassenden Kleinpaket bis zur Europalette mit einem Packvolumen von 1.200 Litern die unterschiedlichsten Versandgrößen her. Viele Verpackungsgrößen eignen sich gleichermaßen auch für die Temperaturbereiche anderer COVID-19-Impfstoffe, die bei -20 Grad oder plus 2 bis plus 8 Grad Celsius transportiert werden müssen. Das „Flaggschiff“ ist der Pallet-Transporter. Dieser Behälter kann eine komplett verpackte beziehungsweise vorkonditionierte Europalette aufnehmen und die temperaturempfindliche Ware teils mehr als fünf Tage sicher kühlen.[infotext icon] Zur Schaumaplast-Gruppe mit Hauptsitz in Reilingen gehören weitere Werke in Deutschland sowie in Polen und den USA. Unter der Marke THERMOCON beschäftigt sich ein eigener Geschäftsbereich mit der Entwicklung, Produktion und Qualifizierung passiver, also stromlos arbeitender Thermoverpackungen. Die Komplettlösungen, Thermoboxen und Kühlelemente werden für den Versand temperaturempfindlicher Pharma- und Biotech-Produkte eingesetzt. Je nach Anwendungsfall können damit Produkte in einer Bandbreite von minus 70 Grad bis plus 50 Grad transportiert werden. Im Pharmabereich zählt die „Kühlschrank-Zone“, also plus zwei bis plus acht Grad, zu den meistnachgefragten Temperaturbereichen.[/infotext]