Graphic Packaging hat am 3. Februar 2026 seine Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 veröffentlicht. Der Verpackungskonzern mit Sitz in Atlanta berichtet über rückläufige Gewinne und bestätigt zugleich seine Free-Cashflow-Ziele für 2026 sowie eine umfassende Überprüfung von Organisation, Standorten und Portfolio.
Im Gesamtjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Nettoumsatz von 8,6 Milliarden US-Dollar nach 8,8 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Der Jahresüberschuss sank auf 444 Millionen US-Dollar gegenüber 658 Millionen US-Dollar im Jahr 2024. Auch im vierten Quartal ging der Nettogewinn zurück und lag bei 71 Millionen US-Dollar nach 138 Millionen US-Dollar im Vergleichszeitraum.
Margendruck im Verpackungsgeschäft
Der Umsatz im vierten Quartal blieb mit 2,103 Milliarden US-Dollar nahezu stabil. Belastet wurde das Ergebnis laut Unternehmen unter anderem durch einen Rückgang bei Preisen und Absatzmengen im Verpackungsgeschäft sowie durch Kostenentwicklungen bei Rohstoffen und im operativen Bereich. Das bereinigte EBITDA sank im Gesamtjahr auf 1,395 Milliarden US-Dollar nach 1,682 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Die bereinigte EBITDA-Marge verringerte sich auf 16,2 Prozent nach 19,1 Prozent im Jahr 2024.
Als wesentliche Einflussfaktoren nennt das Unternehmen neben Preis- und Mengeneffekten auch die im Jahr 2024 erfolgte Veräußerung des Standorts Augusta in Georgia sowie höhere Kosten. Gleichzeitig verweist Graphic Packaging auf ein Innovationsumsatzwachstum von 213 Millionen US-Dollar im Gesamtjahr 2025, was rund 2,5 Prozent des Nettoumsatzes entspricht.
„Die eingeschränkte Kaufkraft der Verbraucher hat für unsere Kunden ein herausforderndes Marktumfeld geschaffen, und der Wettbewerbsdruck bleibt kurzfristig ein Gegenwind. Mit Blick auf das Jahr 2026 sind unsere Prioritäten klar: operative Exzellenz vorantreiben, einen herausragenden Kundenservice bieten, unsere Kostenstruktur verbessern und einen substanziellen Free Cashflow generieren, um die Bilanz zu stärken und Kapital an die Aktionäre zurückzugeben. Ich habe eine umfassende Überprüfung unserer Organisationsstruktur, unserer operativen Aktivitäten und unseres Standortnetzes sowie eine selektive Überprüfung unseres Portfolios eingeleitet, um sicherzustellen, dass unsere Ressourcen dort eingesetzt werden, wo wir den größten Wert für unsere Aktionäre schaffen können.“
Robbert Rietbroek, President und CEO
Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Nettoumsatz zwischen 8,4 und 8,6 Milliarden US-Dollar sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,05 und 1,25 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Free Cashflow soll weiterhin zwischen 700 und 800 Millionen US-Dollar liegen. Das Großprojekt für ein neues Recyclingkarton-Werk in Waco, Texas, ist nach Unternehmensangaben weitgehend abgeschlossen. Die Gesamtinvestitionen werden auf rund 1,67 Milliarden US-Dollar beziffert, davon waren bis Ende 2025 etwa 1,58 Milliarden US-Dollar angefallen.
Graphic Packaging bezeichnet sich als globalen Anbieter nachhaltiger Konsumgüterverpackungen auf Basis überwiegend erneuerbarer oder recycelter Materialien. Vor dem Hintergrund rückläufiger Margen und gestiegener Verschuldung – die Nettoverschuldung lag Ende 2025 bei 5,331 Milliarden US-Dollar – rückt die Stärkung der Finanzstruktur nun stärker in den Fokus.
Quelle: Graphic Packaging