Heinz-Glas investiert in neue Schmelzwanne

Mit der auf rund 13 Millionen Euro bezifferten Investition baut das Unternehmen seinen deutschen Produktionsstandort weiter aus.
Bild: Heinz-Glas

Heinz-Glas hat an seinem Standort Kleintettau eine neue Elektroglasschmelzwanne eingeweiht. Mit der auf rund 13 Millionen Euro bezifferten Investition baut die Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben ihren deutschen Produktionsstandort weiter aus und setzt zugleich den Kurs auf vollelektrische Glasschmelze fort.

Nach Unternehmensangaben dauerte der Bau der Wanne rund 14 Wochen. In dieser Zeit wurden zunächst die alte Anlage abgelassen und abgekühlt sowie anschließend zurückgebaut und abgerissen, bevor die neue Schmelzwanne errichtet und angetempert wurde.

Die Dimension des Projekts zeigt sich auch am Umfang der eingesetzten und bewegten Materialien. Innerhalb von sechs Tagen wurden laut Heinz-Glas 400 Tonnen feuerfestes Material sowie 250 Tonnen Glas, Stahl und weitere Werkstoffe abgetragen und abtransportiert. Beim Aufbau der neuen Wanne wurden demnach innerhalb von 30 Tagen 450 Tonnen feuerfestes Material transportiert und verbaut.

Im Rahmen einer Einweihungsfeier dankte die Geschäftsführung den beteiligten Abteilungen und externen Unternehmen für die Umsetzung des Projekts.

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„Ein Wannenbau ist immer ein großer Kraftakt, der nur gemeinsam bewältigt werden kann. Ich bin stolz, dass wir dieses Projekt erfolgreich zum Abschluss gebracht haben und die Produktion mit der neuen Wanne bereits angelaufen ist. Mein Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben!“

Carletta Heinz, CEO & Inhaberin

Vollelektrische Schmelze an deutschen Standorten

Nach Angaben des Unternehmens schmilzt die neue Wanne Glas vollelektrisch mit CO2-freiem Strom. Heinz-Glas verweist zudem darauf, dass seit 2024 an den deutschen Produktionsstandorten ausschließlich vollelektrische Glasschmelzwannen im Einsatz seien.

Damit ordnet sich die Investition in eine umfassendere Modernisierung der Schmelztechnik ein. Für die Glasverpackungsindustrie ist der Umstieg auf elektrische Schmelzwannen vor allem mit Blick auf Energieeinsatz und Emissionen relevant. In Kleintettau setzt Heinz-Glas diesen Weg nun mit einer weiteren Großinvestition fort.

Quelle: Heinz-Glas