Italien überzeugt in Nürnberg

Die Italian Trade Agency (ITA) zieht eine positive Bilanz ihres Gemeinschaftsauftritts auf der Biofach 2026.
Bild: NürnbergMesse / Thomas Geiger

Die Italian Trade Agency (ITA) zieht eine positive Bilanz ihres Gemeinschaftsauftritts auf der Biofach 2026 in Nürnberg. Vom 10. bis 13. Februar präsentierten 65 Unternehmen aus 16 italienischen Regionen auf 640 Quadratmetern ihre Bio-Produkte und nutzten die Messe zur Geschäftsanbahnung im wachsenden internationalen Biomarkt.

Auf dem Gemeinschaftsstand reichte das Spektrum der ausgestellten Produkte von Olivenölen, Pasta und Reisspezialitäten bis hin zu Convenience-Produkten. Die vertretenen Unternehmen kamen unter anderem aus Abruzzen, Apulien, Emilia-Romagna, Kalabrien, Kampanien, Latium, Lombardei, Marken, Molise, Piemont, Sardinien, Sizilien, Toskana, Trentino-Südtirol, Umbrien und Venetien. Damit spiegelte der Auftritt sowohl die geografische Vielfalt Italiens als auch die Bandbreite hochwertiger Bio-Lebensmittel wider, wie es heißt.

„Die Biofach 2026 war für uns ein großer Erfolg. Die gute Besucherfrequenz an unserem Stand und das konkrete Interesse zeigen deutlich, dass italienische Bio-Produkte weltweit gefragt sind und großes Vertrauen genießen. Unsere Unternehmen konnten wertvolle Kontakte knüpfen und bestehende Partnerschaften weiter ausbauen. Angesichts des weiter stark wachsenden deutschen Marktes – bei gleichzeitig stagnierender deutscher Produktion – sehen wir sehr gute Grundlagen und Chancen für italienische Unternehmen und für weiteres Exportwachstum.“

Ferdinando Fiore, Direktor der Italian Trade Agency in Berlin

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Breites Sortiment von Klassikern bis Spezialitäten

Neben klassischen Produkten wie Olivenöl, Essigspezialitäten, frischer und getrockneter Pasta, Reis, Backwaren, Snacks, Saucen und Pesto stießen insbesondere Trüffelspezialitäten auf Interesse. Auch eingelegtes und eingemachtes Obst und Gemüse wie Artischocken, Mangold, Spinat und Spargel waren stark nachgefragt. Ergänzt wurde das Angebot durch Fertigmischungen und Instantgerichte, glutenfreie Mehle, Gewürze sowie Heil- und Arzneipflanzen. Getränke wie Kaffee, Limonade, Säfte und Wein rundeten die Präsentation ab. Zahlreiche Produkte kombinierten Bio-Standards mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.) oder geschützter geografischer Angabe (g.g.A.).

Fiore betonte zudem die kulturelle Bedeutung des ökologischen Landbaus in Italien: „Bio ist in Italien kein Trend, sondern fester Bestandteil einer Esskultur, die jüngst auch von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet wurde. Dies wird für einen weiteren Wachstumsschub sorgen“, ist sich Fiore sicher.

Italienischer Biomarkt mit stabilem Wachstum

Nach Daten von Nomisma wächst der Handel mit italienischen Bio-Lebensmitteln seit Jahren kontinuierlich im In- und Ausland. 2024 erreichte der Gesamtumsatz rund 10,4 Milliarden Euro. Davon entfielen etwa 6,5 Milliarden Euro auf den nationalen Markt, was einem Plus von 5,7 Prozent entspricht, und knapp 3,9 Milliarden Euro auf den Export mit einem Zuwachs von 7,0 Prozent. Italien liegt damit aktuell auf Platz 1 unter den europäischen Exportländern und auf Platz 2 weltweit.

Zu den wichtigsten Exportprodukten zählen Wein, Olivenöl und Getreideprodukte. Zentrale Absatzmärkte sind Deutschland, Frankreich, Skandinavien, die BeNeLux-Staaten sowie die USA.

Quelle: Italian Trade Agency