Mondi schließt Werke in Europa

Das Unternehmen reagiert auf die anhaltend schwache Marktlage mit Standortschließungen.
Bild: Mondi

Mondi reagiert auf die anhaltend schwache Marktlage mit Standortschließungen. Wie der Verpackungs- und Papierkonzern im Rahmen seiner Jahreszahlen 2025 mitteilte, werden ein Wellpappenwerk in der Türkei sowie zwei Papiersackwerke in Ungarn und Deutschland geschlossen. Die Maßnahmen seien Teil einer strategischen Netzwerkoptimierung.

Nach Unternehmensangaben wurden in den vergangenen zehn Jahren bereits 22 Verarbeitungswerke geschlossen. Auch die nun angekündigten Schritte sollen Kapazitäten bündeln und die Produktion auf effizientere Standorte konzentrieren.

Abschwung belastet Verpackungsgeschäft

Die Schließung des Wellpappenwerks betrifft den Bereich Corrugated Packaging, die beiden Papiersackwerke sind dem Segment Flexible Packaging zugeordnet. Kunden sollen künftig aus anderen Werken beliefert werden, die über entsprechende Kapazitäten und Know-how verfügen.

Mondi bleibe überzeugt von den strukturellen Wachstumstreibern im Verpackungsgeschäft und sehe sich gut aufgestellt, um von einer Markterholung zu profitieren, heißt es.

Anzeige

Ergebnis und Verschuldung

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Mondi einen Umsatz von 7,663 Milliarden Euro nach 7,416 Milliarden Euro im Vorjahr. Das bereinigte EBITDA lag bei 1,001 Milliarden Euro, nach 1,049 Milliarden Euro im Jahr 2024. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich auf 2,599 Milliarden Euro, das Verhältnis von Nettofinanzschulden zu bereinigtem EBITDA stieg auf 2,6.

Mit den Standortschließungen und weiteren Effizienzmaßnahmen will Mondi seine Kostenbasis an das aktuelle Marktumfeld anpassen und die Wettbewerbsfähigkeit im Verpackungsgeschäft sichern, wie es heißt.

Quelle: Mondi