Nachhaltige Faserform-Trays als Verpackungsalternative

Faller Packaging und Harvest Packaging bieten mit Faserform-Trays eine umweltfreundliche Verpackungslösung für Pharmaprodukte. Die Alternative zu Kunststoffverpackungen soll den ökologischen Fußabdruck verringern.
Faser statt Kunststoff: Das faserbasierte Tray für Pharma- und MedTech-Verpackungen überzeugt durch Präzision und Prozesssicherheit. (Bild: Faller Packaging)

Faserbasierte Trays können in vielen Anwendungen Kunststoffprodukte ersetzen. Das zeigen Faller Packaging und Harvest Packaging mit ihren Faserform-Trays für die Pharma- und MedTech-Industrie.

Der gemeinsame Ansatz ist bewusst anwendungsnah. Die Partner bringen ihre jeweiligen Stärken ein und entwickeln das Produkt kontinuierlich weiter. Harvest steuert die technologische Expertise in der Herstellung von Formfaser bei, während Faller Packaging das Know-how für pharmazeutische Verpackungen hat.

Die Trays bestehen aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Quellen, sind PFAS-frei und vollständig recyclingfähig. Der Einsatz von Monomaterialien verbessert die Sortierbarkeit im Recyclingprozess zusätzlich. Die Herstellung erfolgt im Wet-Moulded-Fibre-Verfahren. Fasern werden in Formwerkzeugen verarbeitet und unter Druck sowie Temperatur verdichtet. Eine In-Mould-Härtung sorgt für Formstabilität und eine glatte Oberfläche. Damit erreichen die Trays eine Performance, die mit Kunststofflösungen vergleichbar ist. Sie eignen sich für Anwendungen im Gesundheitswesen, etwa für Autoinjektoren, Pens oder Diagnostiklösungen.

Effizienter Schutz für empfindliche Vials, Pens und vorgefüllte Spritzen: Die neuen Moulded Fibre Trays setzen auf minimalen Materialeinsatz. (Bild: Faller Packaging)

„Unser Ziel war es, die typischen Einschränkungen klassischer Formfaser zu überwinden“, erklärt Neil Reilly, Gründer von Harvest Packaging. „Die Trays bieten die für pharmazeutische Applikationen erforderliche Präzision, Stabilität und Oberflächenqualität – selbst bei komplexen Geometrien.“

Neben ihrer Umweltfreundlichkeit bieten die Faserform-Trays von Faller Packaging auch praktische Vorteile. Sie sind robust und schützen den Inhalt zuverlässig. Darüber hinaus sind sie flexibel einsetzbar und können in verschiedenen Größen und Formen produziert werden, um den individuellen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Diese Vielseitigkeit macht sie zu einer attraktiven Option für Unternehmen, die nach nachhaltigen Verpackungslösungen suchen.

Einbindung in Prozesse

Eine zentrale Herausforderung bei neuen Materialien sind regulatorische Anforderungen und die Integration in bestehende Verpackungsprozesse. Genau hier setzt der gemeinsame Ansatz an. Die Trays sind so ausgelegt, dass sie sich mit minimalem Anpassungsaufwand in bestehende Verpackungslinien integrieren lassen. Eigenschaften wie zuverlässiges De-Nesting, geringe Stapelhöhen und stabile Geometrien unterstützen die Verarbeitung auf automatisierten Anlagen. Pilotprojekte zeigen, dass die Einbindung in bestehende Systeme möglich ist. Besonders großes Potenzial sehen die Partner bei Neuentwicklungen, die Produkt, Verpackung und Maschine von Anfang an aufeinander abstimmen.

Für Unternehmen mit ambitionierten Nachhaltigkeitszielen kann der Umstieg auf faserbasierte Trays dazu beitragen, Scope-3-Emissionen zu reduzieren sowie kunststoffbezogene Abgaben und EPR-Gebühren zu senken.

Quelle: Faller Packaging