Intelligente Blisterverpackung erkennt und speichert Tablettenentnahme

Neue intelligente Blisterverpackung von Schneider MediPharmDie neue intelligente Blisterverpackung von Schneider MediPharm erkennt Tablettenentnahmen autonatisch. (Bild: SchneiderMedipharm)

Schreiner MediPharm aus Oberschleißheim hat eine intelligente Blisterverpackung entwickelt, die Patientinnen und Patienten dabei unterstützen soll, ihre Medikamente zuverlässiger zu nehmen. Entwickelt wurde die Lösung gemeinsam mit dem niederländischen Technologieunternehmen „Experts in Communications and Connectivity Technology“ (ECCT). Angewendet wird sie von einem international tätigen Pharmahersteller im Rahmen von klinischen Studien.

Die Smart-Packaging-Lösung von Schreiner MediPharm sammelt in dem Moment Daten in Echtzeit, wenn der Patient eine Tablette aus dem Blister drückt. Erfasst werden beispielsweise der Medikamententyp, der Zeitpunkt der Entnahme und die betreffende Kavität. Gespeichert werden die Daten direkt in der Verpackung. Sie können via Smarthone-App oder mit einem speziellen Auslesegerät in eine Datenbank übertragen werden.

Elektronik direkt auf Blisterverpackung gedruckt

Die Anbindung an die Datenbank ermöglicht es, Patienten Erinnerungen zur Medikamenteneinnahme zu senden, die Dosis anzupassen und den Probanden mittels interaktiver Kommunikation in der Therapietreue zu unterstützen.

Die elektronischen Elemente wurden mit speziellen Verfahren direkt auf die Verpackung gedruckt. Schreiner MediPharm liefert dabei die Expertise in innovativer Drucktechnik, ECCT die intelligente Sensorik.

Hintergrund: Genauigkeit bei klinischen Studien ist wichtig

Mit der Lösung von Schreiner MediPharm können Medikamentenstudien wesentlich effizienter ablaufen. Klinische Studien müssen sehr genau und zuverlässig ablaufen. Unverzichtbar ist, dass die Probandinnen und Probanden die zu testenden Präparate regelmäßig wie vereinbart einnehmen. Gerade dies ist in der Regel aber schwer nachzuverfolgen. Etwaige Fehler werden in Studiendesigns quasi „eingepreist“. Es wird dann von 20 Prozent Fehleinnahmen ausgegangen. Um dies auszugleichen, wir die Zahl der in die Studienteilnehmer entsprechend erhöht, um bis zu 60 Prozent.