Der Aluminiumverpackungshersteller Tubex konsolidiert sein Produktionsnetzwerk und beendet die Produktion am Standort Wasungen in Thüringen. Ausschlaggebend für die Entscheidung sind laut Unternehmen betriebswirtschaftliche Gründe, insbesondere ein anhaltender Margendruck und zunehmende Volatilität der Nachfrage. Die Fertigung von Aluminiumkartuschen soll künftig im ungarischen Schwesterwerk erfolgen.
Tubex beschäftigt am Standort Wasungen derzeit 81 Mitarbeiter. Ziel des Unternehmens ist ein sozialverträglicher Stellenabbau, der gemeinsam mit der zuständigen Arbeitnehmervertretung im Rahmen eines Sozialplans verhandelt wird. Ein zentrales Element sei die Übernahme möglichst vieler Beschäftigter durch benachbarte oder konzernzugehörige Unternehmen.
Quelle: Tubex
Tubex beschäftigt am Standort Wasungen derzeit 81 Mitarbeiter. Ziel des Unternehmens ist ein sozialverträglicher Stellenabbau, der gemeinsam mit der zuständigen Arbeitnehmervertretung im Rahmen eines Sozialplans verhandelt wird. Ein zentrales Element sei die Übernahme möglichst vieler Beschäftigter durch benachbarte oder konzernzugehörige Unternehmen.
Sozialplan mit Fokus auf Beschäftigungsperspektiven
Nach Angaben von Tubex sollen insbesondere die benachbarte Prefa GmbH sowie weitere Tubex-Schwestergesellschaften in Baden-Württemberg alternative Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten. Prefa gehört zur selben Unternehmerfamilie und signalisiere Bereitschaft, Bewerbungen von Mitarbeitern aus Wasungen bevorzugt zu berücksichtigen. Auch die Standorte Rangendingen und Ludwigsburg sollen privilegierte Gespräche ermöglichen. Ziel ist es, möglichst vielen der 81 Beschäftigten ein gleichwertiges Arbeitsplatzangebot zu unterbreiten.Wirtschaftlicher Druck und steigende Anforderungen
Die Verlagerung der Produktion begründet Tubex mit dauerhaftem Kostendruck sowie mit Preisvorgaben innerhalb der Lieferkette. Gleichzeitig steigen nach Unternehmensangaben die Anforderungen an Qualität, Umweltverträglichkeit und regulatorische Konformität der Produkte. Diese Rahmenbedingungen ließen sich in größeren Produktionseinheiten besser bewältigen, insbesondere durch die Nutzung konzerninterner Synergien.Fokus auf Aluminiumverpackungen und Kreislaufwirtschaft
Tubex sieht sich als Vorreiter bei nachhaltigen Aluminiumverpackungen. Die hergestellten Verpackungen sind nach Unternehmensangaben zu 100 Prozent recyclingfähig. Ein Schwerpunkt liegt auf der Wiederverwendung von Aluminiumschrott sowie auf Post-Consumer-Recycling. Gemeinsam mit Schwesterunternehmen und externen Partnern plane Tubex weitere Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation, um eine geschlossene Kreislaufwirtschaft weiter auszubauen.Konzernstruktur als Grundlage für Wettbewerbsfähigkeit
Ein Denken und Arbeiten in größeren unternehmerischen Einheiten sei nach Angaben des Unternehmens Voraussetzung, um Preis-, Qualitäts- und Umweltanforderungen langfristig erfüllen zu können. Die stärkere Nutzung konzernweiter Synergien, auch in Querschnittsfunktionen, soll die Innovationskraft sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der Tubex-Gruppe langfristig stärken, heißt es.Quelle: Tubex
