Verallia steigert Profitabilität

Der Glasverpackungshersteller hat seine Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt.
Bild: Verallia UK

Der Glasverpackungshersteller Verallia hat seine Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt. Das Unternehmen berichtet trotz leicht rückläufiger Umsätze von einer verbesserten Profitabilität und bestätigt seinen Ausblick für das Gesamtjahr.

Der Umsatz von Verallia lag im ersten Quartal 2026 bei 798 Millionen Euro und damit um 2,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen niedrigere Verkaufspreise, während die Absatzmengen insgesamt stabil geblieben sind.

Stabilisierung bei Volumen und Nachfrage

Die Entwicklung der Absatzmengen verlief regional unterschiedlich. Während in den meisten Ländern ein Wachstum erzielt wurde, belastete insbesondere ein Rückgang der Aktivitäten in Deutschland die Gesamtentwicklung. Positive Impulse kamen laut Verallia vor allem aus dem Spirituosensegment sowie aus dem Geschäft mit Lebensmittelgläsern.

In Südeuropa und Westeuropa setzte sich die Erholung fort, getragen insbesondere durch Bier und Lebensmittelverpackungen. In Nord- und Osteuropa hingegen gingen die Volumina zurück, vor allem aufgrund schwächerer Nachfrage in Deutschland.

Ergebnis steigt trotz Umsatzrückgang

Deutlich positiv entwickelte sich das operative Ergebnis. Das bereinigte EBITDA stieg im ersten Quartal um 8 Prozent auf 159 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich auf 19,9 Prozent.

Diese Entwicklung ist laut Unternehmen vor allem auf geringere Energiekosten sowie Effizienzmaßnahmen zurückzuführen. Der Performance Improvement Plan habe erneut zu Kostensenkungen beigetragen.

Solide Finanzlage und bestätigter Ausblick

Die finanzielle Situation des Unternehmens bleibt stabil. Die Nettofinanzverschuldung lag Ende März bei rund 1,9 Milliarden Euro, die Liquidität bei 856 Millionen Euro.

Trotz eines weiterhin unsicheren Marktumfelds, unter anderem aufgrund geopolitischer Spannungen, hält Verallia an seinen Jahreszielen fest. Für 2026 erwartet das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA von rund 700 Millionen Euro sowie einen freien Cashflow von etwa 220 Millionen Euro.

Fokus auf nachhaltige Verpackungslösungen

Parallel zur finanziellen Entwicklung baut Verallia sein Portfolio im Bereich nachhaltiger Glasverpackungen weiter aus. Mit der neuen Produktlinie „Balance“ erweitert das Unternehmen sein Angebot an ökologisch optimierten Premiumverpackungen.

Nach Angaben von Verallia soll die neue Reihe Design und reduzierte CO₂-Emissionen kombinieren und damit auf die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungslösungen reagieren.

Quelle: Verallia