Zum 60-jährigen Firmenjubiläum präsentiert die Gerhard Schubert GmbH auf der interpack 2026 eine grundlegend überarbeitete Produktstrategie. Marcel Kiessling aus der Geschäftsführung stellte das neue Drei-Säulen-Konzept vor, das die Antwort des Crailsheimer Verpackungsmaschinenbauers auf veränderte Marktanforderungen darstellt.
Drei Produktbereiche für jeden Bedarf
Die neue Strategie gliedert sich in drei Bereiche: TLM (Top Loading Machines) für integrierte Sonderlinien, Lightline für Standardmaschinen und TOG (Together) für mobile Fertigungszellen. „Mit den drei Produktlinien wollen wir für jede Anwendung die richtige Lösung haben“, erklärte Kiessling.
Während TLM den bekannten Schubert-Bereich der kundenspezifischen Lösungen abdeckt, richtet sich Lightline an einfachere Aufgabenstellungen mit kürzeren Lieferzeiten und attraktiveren Preispunkten. TOG hingegen revolutioniert das Konzept mit mobilen Fertigungszellen für maximale Flexibilität.
Antwort auf kleinere Batches und Formatwechsel
„Wir reagieren auf die Anforderungen unserer Kunden“, betonte Kiessling. Die Herausforderungen seien vielfältig: kleinere Batch-Größen, häufige Produktlaunches, ständige Formatänderungen und die Notwendigkeit, Maschinen über 20 Jahre wirtschaftlich zu betreiben. „Der Konsumgütermarkt bleibt nicht 20 Jahre stabil, also muss ich die Maschine anpassen können.“
Trotz der neuen Strategie bleibt Modularität das Kernelement. „Standardaggregate wie Pick-and-Place-Roboter und Transporttechnik setzen wir übergreifend ein“, so Kiessling. Bei TOG verfolgte man jedoch einen konsequenten „Minimum Viable Product“-Ansatz: „Alles weglassen, was für den Kunden keinen Nutzen hat.“
Modularität bleibt DNA – mit positiver Resonanz
Das Feedback der Messebesucher bestätigt das Konzept. „Die verstehen das“, freut sich Kiessling über die Resonanz am hellen, offenen Stand in Halle 14. Die neue Produktstrategie markiert damit einen wichtigen Meilenstein für Schubert, das seine Position als Lösungsanbieter mit durchdachter Systematik weiter ausbaut.
Die interpack 2026 wird somit zum Startpunkt einer Strategie, die Schuberts bewährte Modularität mit den Flexibilitätsanforderungen der modernen Verpackungsindustrie intelligent verknüpft – und damit die nächste Entwicklungsstufe eines Konzepts einleitet, das den Maschinenbauer seit 60 Jahren prägt.

