Marbach feiert 100 Jahre Stanzformtechnik

Seit 100 Jahren prägt Marbach die Stanzformtechnik. Von handgefertigten Werkzeugen bis zur Lasertechnologie hat das Unternehmen die Branche maßgeblich beeinflusst.
(Bild: Marbach)

Stanzformenhersteller Marbach feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Im Jahr 1926 wurde die erste Stanzform gefertigt. Seither hat sich die Technologie grundlegend gewandelt – von handwerklicher Einzelarbeit hin zu hochpräzisen, industriellen Fertigungsprozessen. Marbach hat diese Entwicklung von Beginn an aktiv mitgestaltet.

Die Geschichte von Marbach begann in Heilbronn, einer damaligen Hochburg der Lederindustrie. Ursprünglich lag der Fokus auf der Produktion von Werkzeugen für die Lederverarbeitung. Doch mit der Weltwirtschaftskrise und dem damit verbundenen Rückgang der Aufträge musste sich das Unternehmen neu orientieren. Ein Zufall brachte Karl Marbach Senior dazu, Bandstahlschnitte für die Werbemittelfabrik Willi Nupnau zu fertigen. Diese ersten Schritte in der Stanzformtechnik legten den Grundstein für den späteren Erfolg im Bereich der papierverarbeitenden Industrie.

Nach dem Zweiten Weltkrieg baute Marbach die Produktion unter schwierigen Bedingungen wieder auf. Die steigende Nachfrage nach präzisen Verpackungswerkzeugen führte dazu, dass die bis dahin manuell gefertigten Stanzformen den Anforderungen nicht mehr gerecht wurden. Die Einführung neuer Verpackungs- und Aufrichtemaschinen in den 1960er-Jahren erhöhte den Druck auf die Genauigkeit der Zuschnitte.

Die Revolution durch Lasertechnologie

Ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte von Marbach war die Einführung der Lasertechnologie Anfang der 1970er-Jahre. 1972 installierte das Unternehmen die erste NC-gesteuerte CO₂-Laserschneidanlage für die Stanzformenfertigung in Europa. Diese Technologie ermöglichte es, Konturen mit einer bislang unerreichten Präzision und Geschwindigkeit zu fertigen.

„Das Besondere an dieser Technologie war die Möglichkeit, Konturen mit einer bislang unerreichten Präzision und Geschwindigkeit zu fertigen. Das war ein völlig neuer Ansatz im Stanzformenbau.“

Peter Marbach, geschäftsführender Gesellschafter von Marbach

Die Lasertechnologie setzte neue Maßstäbe in der Qualität der Stanzformenfertigung und wurde in den folgenden Jahren zum Standard der Branche. Marbach nutzte die neuen technologischen Möglichkeiten und trieb eigene Entwicklungen voran. Produkte wie die Schneidlinientechnologie mpower und die Ausbrechtechnologie marbastrip sind Beispiele dafür, wie Marbach den Markt bis heute prägt.

Innovation als Unternehmensphilosophie

Marbach hat es sich zur Aufgabe gemacht, Technologien gezielt weiterzuentwickeln und nachhaltige Standards zu setzen. Der digitale Zonenausgleich mit DZL|plate und DZL|foil etwa reduziert die Einrichtezeiten deutlich, da der Zonenausgleich nur einmal durchgeführt werden muss und anschließend für einen längeren Zeitraum sowie für mehrere Werkzeuge bestehen bleibt. Mit Connect|M geht Marbach noch einen Schritt weiter und vernetzt Maschine, Werkzeug und Anwender für eine transparente und datenbasierte Produktion.

Peter Marbach betont: „Innovation war schon immer ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensentwicklung. Unser Anspruch ist es, Technologien gezielt weiterzuentwickeln und damit nachhaltige Standards zu setzen. Bei Marbach kauft man nicht nur Werkzeuge, sondern immer auch ein Stück Zukunft.“

Quelle: Marbach