Verpackungskongress diskutiert Regulierung und Praxis

Der Kongress Mitte März in Berlin adressiert zentrale Themen entlang der gesamten Verpackungswertschöpfungskette.
Bild: dvi/André Wagenzik

Der Deutsche Verpackungskongress 2026 bringt am 19. März in Berlin erneut Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik, Markenartikeln, Industrie und Handel zusammen. Das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. (dvi) hat nun ein umfassendes Programm-Update vorgestellt. Unter dem Motto „Jetzt erst recht! Unternehmerische Handlungsspielräume entlang der Supply Chain nutzen“ widmet sich der Branchengipfel aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen, strategischen Fragen rund um Verpackung sowie praktischen Anwendungen neuer Technologien.

Der Kongress adressiert zentrale Themen entlang der gesamten Verpackungswertschöpfungskette. Im Mittelpunkt stehen unter anderem der aktuelle Stand beim Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz und beim Einwegkunststofffonds, die Rolle von Verpackungsstrategien zwischen Marke, Markt und Verantwortung sowie die Frage, wie neue Rohstoffe und Künstliche Intelligenz konkret zur Wertschöpfung beitragen können.

Regulierung zwischen Pflicht und Gestaltungsspielraum

Der Kongresstag startet mit einem Blick auf die regulatorischen Brennpunkte der Verpackungswirtschaft. Diskutiert werden die aktuellen Entwicklungen rund um das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz sowie den Einwegkunststofffonds. Nach Angaben des dvi sollen dabei nicht nur der Status quo und die nächsten politischen Schritte beleuchtet werden, sondern auch unternehmerische Spielräume im Spannungsfeld von PPWR und VerpackDG. Einblicke in politische Strategie und Kommunikation sowie marktorientierte Perspektiven auf kohlenstoffarme Verpackungslösungen sind Teil dieses Themenblocks.

Verpackungsstrategie im Spannungsfeld von Marke und Verantwortung

Im zweiten Themenblock steht die Innovationskraft von Marken im Mittelpunkt. Der Fokus liegt darauf, wie Unternehmen Verpackungsstrategie und Markenführung zwischen Performance, Nachhaltigkeitsanforderungen und glaubwürdiger Positionierung ausbalancieren können. Anhand von Praxisbeispielen aus dem Kreis der Markenartikler sollen Best Practices vorgestellt, Erfahrungen diskutiert und Erfolgsfaktoren für wirksame Innovationsarbeit identifiziert werden.

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Biogene Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft

Ein weiterer Schwerpunkt des 21. Deutschen Verpackungskongresses ist die Rolle biogener Rohstoffe für Verpackungen. Im Zentrum stehen Fragen nach Skalierbarkeit, Wirtschaftlichkeit und ökologischer Wirkung neuer Materiallösungen. Am Beispiel innovativer Sekundärrohstoffe wird aufgezeigt, wie Ressourcenschonung und Produktqualität miteinander verbunden werden können. Vertreterinnen und Vertreter aus Kreislaufwirtschaft, Materialentwicklung und Umweltorganisationen ordnen Potenziale und Grenzen dieser Ansätze ein.

Konkrete Use-Cases für Künstliche Intelligenz

Der Themenblock Künstliche Intelligenz setzt bewusst auf Praxisnähe. Anhand konkreter Anwendungsbeispiele soll gezeigt werden, wo KI heute messbaren Mehrwert in der Verpackungswirtschaft liefert. Diskutiert werden Erfolgsfaktoren, Einsatzgrenzen und Voraussetzungen für die Implementierung, etwa in den Bereichen Verpackungsdesign, Shelf-Ready-Pack-Lösungen oder Recruiting.

Netzwerkabend als Abschluss

Zum Abschluss des Kongresstages lädt das dvi gemeinsam mit seinen Partnern zu einem Netzwerkabend ein. In informellem Rahmen sollen Gespräche vertieft, bestehende Kontakte gepflegt und neue Verbindungen innerhalb der Verpackungsbranche geknüpft werden.

Der Deutsche Verpackungskongress gilt als zentrales Forum für strategischen Austausch in der Verpackungswirtschaft. Er richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Führungskräfte aus Industrie, Handel und Markenartikelunternehmen und bietet Raum für branchenübergreifende Diskussionen zu ökonomischen, ökologischen und sozialen Zukunftsfragen.

Quelle: dvi